Herzliche Einladung zu einigen anderen Minuten im Advent!
Vorweihnachtliches Beisammensein
am Samstag, dem 19. Dezember 2015, 16.00 Uhr im Priesterhaus Kevelaer (am Kapellenplatz)

Wir freuen uns, Sie alle, Freunde, Förderer, Interessenten, Mitglieder aus Vorstand und Kuratorium der Stiftung zu einem vorweihnachtlichen Miteinander ins Priesterhaus Kevelaer einladen zu dürfen.
Dem Hausherrn und neuen Kuratoriumsmitglied der Stiftung Aktion pro Humanität, Herrn Domkapitular Rolf Lohmann, Rektor der Wallfahrt, danke ich sehr für diese Möglichkeit. Wir wollen in gemütlicher Atmosphäre an diesem Nachmittag informieren über die aktuellen Veränderungen im Projekt.

Ein kleiner Bilder-Vortrag wird die besondere Entwicklung des Krankenhauses in Benin aufzeigen und auch von der letzten Reise des Ärzteteams im November ins westafrikanische Benin in Wort und Bild berichten. Die ärztlichen Kollegen schildern, soweit sie an diesem Nachmittag ebenfalls Zeit haben, ihre Eindrücke.

Wir werden Weckmänner und Getränke bereithalten und freuen uns auf die Freunde der Aktion pro Humanität!

68. Journal der Aktion pro Humanität

Die Vision einer gerechteren, menschenwürdigeren Welt und der Beweis der Realisierbarkeit …… diese Vision, diese Perspektive wird ein Stück weit realisierbar, wenn viele Menschen guten Willens an vielen Orten der Welt an einem Strang ziehen.
So wie es unsere Spender und unser APH-Team in Deutschland und Benin und auch unsere Partner im Niger nun schon seit 20 Jahren mit uns gemeinsam tun.
Und so, wie auch jetzt im November wieder, als sich ein 10-köpfiges Team vom Niederrhein auf den Weg machte: Alle waren unterwegs mit eben einer solchen Vision, einer Überzeugung. Und dann lässt sich wirklich – auch für mich immer wieder aufs Neue wunderbar erfahrbar – Beeindruckendes bewegen und erleben.
Deswegen bin ich überzeugt vom Prinzip „Barmherzigkeit“ – diesem auf viele Menschen unserer Zeit so antiquiert wirkenden „Begriff“, der von Papst Franziskus mit neuem Leben gefüllt wird. Es ist der einzige Weg, der unsere Welt gerechter und menschenwürdiger machen kann. Es steckt das Wort „Herz“ an zentraler Stelle in diesem Wort. Nicht Profit, nicht Gewinnmaximierung, nicht Macht, nicht Anspruch oder Eigeninteresse.

Ihre Elke Kleuren Schryvers

 

MOAS rescue 105 migrants in rubber dinghy October 4, 2014. Photo: Darrin Zammit Lupi/MOAS

MOAS rescue 105 migrants in rubber dinghy October 4, 2014.
Photo: Darrin Zammit Lupi/MOAS

MOAS – Seenotrettung von Flüchtlingen
(boat people) auf dem Mittelmeer
Im Jahre 2014 haben zwei Privatpersonen, das Ehepaar Chris und Regina Catrambone, die gemeinnützige Stiftung MOAS (Migrant Offshore Aid Station ) gegründet, um sich für die Seenotrettung von Flüchtlingen zu engagieren.
Nachdem das Unternehmer-Ehepaar bei einem Motorboot-Ferien-Törn im Sommer 2013 von Malta nach Tunis einen Anorak im Wasser treiben sah, der zweifelsohne einem ertrunkenen Flüchtling gehört hatte und die Catrambones die Worte von Papst Franziskus von der „Globalisierung der Gleichgültigkeit“ in Lampedusa hörten, stand der Entschluss fest. Am Ende des Jahres 2014 realisierten sie ihn – ein Schiff zur Rettung von in Seenot geratenen Flüchtlingen wurde erworben.

Ein 40 Meter-Schiff, technisch speziell für diese Arbeit ausgerüstet. Aus privaten Finanzmitteln. Eine 20-köpfige Crew aus Experten (Ärzte, Psychologen, Seelsorger etc.) unter der Leitung von Martin Xuereb, ehemaliger Chef der maltesischen Streitkräfte, tut Dienst auf diesem Schiff, der Phoenix.
In seinen Einsätzen auf dem Mittelmeer hat das MOAS-Team bis zur Jahresmitte 2015 ca. 7000 Flüchtlinge gerettet. Die völlig überladenen, in Seenot befindlichen Flüchtlingsboote werden auf dem Mittelmeer durch Helicopter-Drohnen an Bord der Phoenix aufgefunden. Zwei Rettungs-Dinghis bergen die boat people. Sofort kann die medizinische Versorgung an Bord erfolgen. Nahrungsmittel und Trinkwasser stehen ebenso wie Medikamente und trockene Kleidung bereit.

Die durch das private Finanz-Engagement des Ehepaares Catrambone ermöglichte Aktion benötigt nun für den fortgesetzten Einsatz in der Zukunft unsere Spenden.

Steffi Neu - heute mal kreativ

Die WDR-Moderatorin Steffi Neu schwingt am Nachmittag bei der Priogen-Malaktion im Brunnen-Innenhof der Basilika selbst den Pinsel und unterschreibt damit eben auch für mehr Hoffnung für die boat-people unserer Tage. Ein klares Votum der Botschafterin der Aktion pro Humanität. Ein wichtiges Votum in unserer Region.

Denn die gestrige Katastrophe auf dem Mittelmeer macht betroffen. 600 Migranten an Bord eines völlig überladenen Schiffes vor der lybischen Küste. Das Abbergen der Flüchtlinge aus den völlig überfrachteten Booten ist sehr gefährlich. Geringste Gewichtsverlagerungen oder Angst und Panik mit Unruhe an Bord bringen diese völlig seeuntauglichen Schiffe leicht zum Kentern. 370 Menschen konnten gerettet werden. mehr als zwanzig Menschen konnten bisher tot geborgen werden. 200 Menschen, die noch im Unterdeck des Bootes „untergebracht“ waren, weil dort die Passage „preiswerter“ ist, sind wahrscheinlich alle tot.

Das MOAS Team war mit dem eigenen Seenot-Rettungsschiff My Phoenix gestern involviert in die Tragödie der Suche nach Ertrinkenden auf dem Mittelmeer. Mit den Helicopterdrohnen an Bord wurde die See nach Überlebenden abgesucht. Dann erhielt MOAS bereits den nächsten Einsatz zur Bergung von Flüchtlingen auf einem weiteren Schiff.

Zwei Kommentare an das MOAS-Team heute lauteten: „Guter Job, es ist gut zu erkennen, dass Menschen auch so gute Dinge tun können.“ „Danke für das Lebenretten jeden Tag. Die Welt nimmt Kenntnis von Eurem Liebesdienst.“

In Kevelaer gibt es zu diesem Thema „Menschen auf der Flucht“ am Mittwoch, den 12.08.2015 um 20.00 Uhr eine Basilikastunde in der Marien-Basilika.
Wir gedenken der bisher ertrunkenen Menschen: allein in diesem Jahr waren es bereits ca. 2000. Wir beten, hören Texte und Informationen, sehen Filmausschnitte, hören Stellungnahmen und sind live mit dem Koodinator von MOAS, Martin Xuereb, in einem Telefonat verbunden. So es die Situation zuläßt. Am Ende wird die Kevelaerer Piroge, das wunderbar bunte Schiff der Hoffnung im Beisein aller Besucher im Brunnen-Innenhof von Domkapitular Rolf Lohmann gesegnet. Alle können ihre Gedanken, Wünsche, Ängste und Hoffnungen in Form kleiner Papierschiffchen in den Einbaum geben und die Piroge erhält ihr Buglicht in Form einer gesegneten Kerze.

Schiff-der-HoffnungKevelaer. Im Gedanken an das Schicksal von vielen tausend Flüchtlingen im Mittelmeer haben Firmen und soziale Einrichtungen für den Bau einer symbolträchtigen Piroge zusammengearbeitet. Eine Basilikastunde zum Thema ist für den 12. August geplant. Näheres dann auch hier auf unserer Homepage.

Hier der Bericht von Christoph Kellerbach aus der rp-online

Hintergrundinformation zum Besuch des Erzbischofs Laurent Lompo

Kevelaer und der Niger – konkrete Hilfe und eine Menschen verbindende Partnerschaft

Gerade hat Papst Franziskus ein besonderes Heiliges Jahr der Barm­herzigkeit angekündigt, welches noch in diesem Jahr, am 08. Dezember mit der Öffnung der Heiligen Pforte des Petersdoms beginnt.  Im Marien-Wallfahrtsort Kevelaer öffnete Erzbischof Laurent Lompo am 01. Mai 2015 die Pilgerpforte der Basilika für die neue Wallfahrtszeit 2015. Fast genau vor 10 Jahren kam er – damals noch als Generalvikar – zum allerersten Mal nach Kevelaer. Es herrschte eine schwere Dürre im westafrikanischen Sahelstaat Niger. …. mehr

Pere Nazere und Kaiserschnittbaby

Was für eine Nachricht: Das erste Kaiserschnitt-Baby hat im OP-Container der Aktion pro Humanität in Benin das Licht der Welt erblickt! Eine Mutter, die bereits drei Entbindungen hatte – und nur ein Kind überlebte bisher – entband durch die Hilfe des beninischen Chirurgen Père Nazère einen gesunden, kräftigen (3000 g) und schönen Jungen. Das teilte Projektleiterin der Aktion pro Humanität in Benin, Helene Bassalé, freudestrahlend mit. Und am Abend dieses Geburtstages gab es noch einmal Grund zur Freude: Nach der zweiten Kaiserschnitt-OP an diesem Tag konnte eine weitere Mama ihre Babies in den Arm nehmen: Zwillinge!

Die Fotos zeigen die neuen Erdenbürger und den stolzen Geburtshelfer, den beninischen Chirurgen Père Nazère.

Die beiden medizinischen Container haben angedockt an das Krankenhaus in Gohomey. Das Techniker- und Ärzte-Team der APH fliegt am Ende der Woche.

Am Dienstagmorgen dieser Woche war alles Warten, alles Kämpfen mit der Administration und Bürokratie im westafrikanischen Hafen von Cotonou vergessen. Die beiden Container rollen ein auf das Gelände der Kranken­station. Große Freude in Benin und am Niederrhein. „Freude, Freude, Freude“ – dieses SMS erreichte die Kevelaerer Hilfsorganisation am Dienstag Nachmittag.   mehr …