Wir unterstützen: MOAS – See-Notrettung von Flüchtlingen

MOAS rescue 105 migrants in rubber dinghy October 4, 2014. Photo: Darrin Zammit Lupi/MOAS

MOAS rescue 105 migrants in rubber dinghy October 4, 2014.
Photo: Darrin Zammit Lupi/MOAS

MOAS – Seenotrettung von Flüchtlingen
(boat people) auf dem Mittelmeer
Im Jahre 2014 haben zwei Privatpersonen, das Ehepaar Chris und Regina Catrambone, die gemeinnützige Stiftung MOAS (Migrant Offshore Aid Station ) gegründet, um sich für die Seenotrettung von Flüchtlingen zu engagieren.
Nachdem das Unternehmer-Ehepaar bei einem Motorboot-Ferien-Törn im Sommer 2013 von Malta nach Tunis einen Anorak im Wasser treiben sah, der zweifelsohne einem ertrunkenen Flüchtling gehört hatte und die Catrambones die Worte von Papst Franziskus von der „Globalisierung der Gleichgültigkeit“ in Lampedusa hörten, stand der Entschluss fest. Am Ende des Jahres 2014 realisierten sie ihn – ein Schiff zur Rettung von in Seenot geratenen Flüchtlingen wurde erworben.

Ein 40 Meter-Schiff, technisch speziell für diese Arbeit ausgerüstet. Aus privaten Finanzmitteln. Eine 20-köpfige Crew aus Experten (Ärzte, Psychologen, Seelsorger etc.) unter der Leitung von Martin Xuereb, ehemaliger Chef der maltesischen Streitkräfte, tut Dienst auf diesem Schiff, der Phoenix.
In seinen Einsätzen auf dem Mittelmeer hat das MOAS-Team bis zur Jahresmitte 2015 ca. 7000 Flüchtlinge gerettet. Die völlig überladenen, in Seenot befindlichen Flüchtlingsboote werden auf dem Mittelmeer durch Helicopter-Drohnen an Bord der Phoenix aufgefunden. Zwei Rettungs-Dinghis bergen die boat people. Sofort kann die medizinische Versorgung an Bord erfolgen. Nahrungsmittel und Trinkwasser stehen ebenso wie Medikamente und trockene Kleidung bereit.

Die durch das private Finanz-Engagement des Ehepaares Catrambone ermöglichte Aktion benötigt nun für den fortgesetzten Einsatz in der Zukunft unsere Spenden.

Steffi Neu - heute mal kreativ

Steffi schwingt den Pinsel

Die WDR-Moderatorin Steffi Neu schwingt am Nachmittag bei der Priogen-Malaktion im Brunnen-Innenhof der Basilika selbst den Pinsel und unterschreibt damit eben auch für mehr Hoffnung für die boat-people unserer Tage. Ein klares Votum der Botschafterin der Aktion pro Humanität. Ein wichtiges Votum in unserer Region.

Denn die gestrige Katastrophe auf dem Mittelmeer macht betroffen. 600 Migranten an Bord eines völlig überladenen Schiffes vor der lybischen Küste. Das Abbergen der Flüchtlinge aus den völlig überfrachteten Booten ist sehr gefährlich. Geringste Gewichtsverlagerungen oder Angst und Panik mit Unruhe an Bord bringen diese völlig seeuntauglichen Schiffe leicht zum Kentern. 370 Menschen konnten gerettet werden. mehr als zwanzig Menschen konnten bisher tot geborgen werden. 200 Menschen, die noch im Unterdeck des Bootes „untergebracht“ waren, weil dort die Passage „preiswerter“ ist, sind wahrscheinlich alle tot.

Das MOAS Team war mit dem eigenen Seenot-Rettungsschiff My Phoenix gestern involviert in die Tragödie der Suche nach Ertrinkenden auf dem Mittelmeer. Mit den Helicopterdrohnen an Bord wurde die See nach Überlebenden abgesucht. Dann erhielt MOAS bereits den nächsten Einsatz zur Bergung von Flüchtlingen auf einem weiteren Schiff.

Zwei Kommentare an das MOAS-Team heute lauteten: „Guter Job, es ist gut zu erkennen, dass Menschen auch so gute Dinge tun können.“ „Danke für das Lebenretten jeden Tag. Die Welt nimmt Kenntnis von Eurem Liebesdienst.“

In Kevelaer gibt es zu diesem Thema „Menschen auf der Flucht“ am Mittwoch, den 12.08.2015 um 20.00 Uhr eine Basilikastunde in der Marien-Basilika.
Wir gedenken der bisher ertrunkenen Menschen: allein in diesem Jahr waren es bereits ca. 2000. Wir beten, hören Texte und Informationen, sehen Filmausschnitte, hören Stellungnahmen und sind live mit dem Koodinator von MOAS, Martin Xuereb, in einem Telefonat verbunden. So es die Situation zuläßt. Am Ende wird die Kevelaerer Piroge, das wunderbar bunte Schiff der Hoffnung im Beisein aller Besucher im Brunnen-Innenhof von Domkapitular Rolf Lohmann gesegnet. Alle können ihre Gedanken, Wünsche, Ängste und Hoffnungen in Form kleiner Papierschiffchen in den Einbaum geben und die Piroge erhält ihr Buglicht in Form einer gesegneten Kerze.