Allianz der Hilfe – Hintergrundinformation

Hintergrundinformation zur Allianz der Hilfe für Syrien – Bericht vom 19.12.2016 von Dr. Elke Kleuren-Schryvers
„Wir gehen auf Weihnachten zu mit all den Kindern aus dem Krieg … und wir spüren, dass Ihr mit uns seid“

Beim vierten Friedensgebet an diesem winterlichen Montagabend spüren die über 50 Betenden mit ihren Friedenslichtern in der Hand genau, wie die Kälte in sie hineinkriecht vor der Friedenslichtstele, wo das Gebet immer beginnt. Es ist der Abend des terroristischen Anschlags auf den Weihnachtmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin. Das wissen wir da aber noch nicht.

Wir assoziieren genau diese Kälte, die auch Syrien, auch die Region um Aleppo gerade heimsucht. Nachts friert es, die meisten Häuser jedoch sind zerbombt. Notdürftig sollen so viele Wohnungen wie möglich mit kleinen Baumaterialien, die man wieder kaufen kann in der Stadt, repariert werden. mehr

Eine Allianz der Hilfe wird möglich – für die Menschen in Aleppo

Es waren bewegende Worte beim montäglichen Kevelaerer Friedensgebet: „Unsere Morgende sind blutig, unsere Nächte voller Terror und Sorgen, wir erwarten den Tod jede Minute.“ Die Mutter dreier syrischer Geschwister, die in Deutschland Zuflucht gefunden haben, schickte diese Nachricht aus Aleppo.

kerzen-zum-friedensgebetHandeln, helfen tut not und so müht sich die Kevelaerer Medizinerin Dr. Elke Kleuren-Schryvers seit Wochen schon, Hilfe nach Aleppo zu bringen. Nun wird es möglich werden: Die Stiftung  Aktion pro Humanität (APH), deren Vorsitzende Kleuren-Schryvers ist, wird von Kevelaer aus, Hilfe auf den Weg bringen können – konkrete und zeitnahe Hilfe nach Aleppo und ins nahe Umland.

Die Medizinerin hat Kontakt aufgenommen mit der barada-syrienhilfe und einem syrischen ärztlichen Kollegen, der von Oberfranken aus mit seinen Helfern vor allem Nahrungsmittel-Hilfe und Babynahrung für die jetzt aus Aleppo herausströmenden Flüchtlinge organisiert. Marwan Khoury war in seinen Einsätzen auch vielfach mit dem in diesem Jahr verstorbenen Dr. Rupert Neudeck helfend unterwegs. Bewegt von den Geschehnissen in Syrien sagte gestern der Klever Unternehmer Bernd Zewens eine Unterstützung in Höhe von 10.000 Euro zu. Marwan Khoury zeigte sich sehr bewegt und glaubt, dass die Bereitstellung der Hilfsgüter für die Menschen innerhalb ca. einer Woche möglich sein müsste.

„Es hat Tradition und ist ein Obligo für uns, dass aus Kevelaer nicht nur das Gebet kommt – wie jetzt bei den Friedensgebeten im Advent für Syrien und die Welt im Krieg, sondern auch das konkrete Werk, das Tun, die Hilfe,“ so der Pastor der Kirchengemeinde St. Marien und Rektor der Wallfahrt in Kevelaer, Rolf Lohmann.  5.000 Euro stellt die Kirchengemeinde nun zeitnah zur Verfügung. „Diese Spendenhilfe für die Menschen in Aleppo, dieses gemeinsame Tun zeigt eine starke Verbundenheit mit den Afflicti, den Geschundenen und Geschlagenen unserer Tage, in Syrien“, so Dr. Elke Kleuren-Schryvers.

Kontakt besteht auch zu Weihbischof Dr. Stefan Zekorn in Münster. Und auch nach Aleppo sind die ersten Kontakte geknüpft: Die Telefonverbindung zu Pater Firas Lutfi im Franzikanerkloster St. Anthony of Padua in Aleppo funktioniert. Und APH bemüht sich auch hier um konkrete, direkte Hilfe, die die drei im Kloster lebenden Franziskanerpatres begleiten werden. Pater Firas ließ gestern bereits wissen, wie sehr er sich über dieses Hilfsangebot aus Deutschland freue und wie sehr er darauf hoffe.

Die Christen in Ostaleppo werden nicht fliehen, so die Aussagen der Helfer und Experten, da sie unter dem Einfluss der Regierungstruppen sicherer sind als auf der Flucht. Aber sie brauchen jede Unterstützung, die möglich ist.

„Ein erstes Wunder ist mit den ersten konkreten Hilfszusagen schon geschehen“, so Elke Kleuren-Schryvers. „Gemeinsam mit Rupert Neudeck war es immer unsere starke christliche und humanitäre Ambition, in solchen Situationen zusammen auf dem Weg zu sein mit vielen verbündeten Helfern und Spendern aus Kirche und Welt  – wie jetzt auch mit action medeor aus Tönisvorst, die Medikamente bereitstellt.“

Die Aktion pro Humanität bittet um zeitnahe Spenden, damit die Hilfe für die Menschen in und um Aleppo schnell auf den Weg gebracht werden kann (www.pro-humanitaet.de)

SPENDENKONTO:

Stiftung Aktion pro Humanität
IBAN: DE 39 320 613 84 4330 130011
Stichwort: Syrien-Nothilfe

 

Info: Ein „Lichtermeer für Aleppo“ heißt eine Initiative, die sich in das montägliche Friedensgebet in Kevelaer einbindet. Die Idee ist, dass das gemeinsame Tun der Menschen, die sich zeitgleich überall auf der Welt im Gebet verbinden, sichtbar wird – und ein hoffnungsvolles Signal den Menschen in Aleppo schenkt: Jeden Montag um 19.30 Uhr entzünden überall Menschen ein Licht. Infos dazu unter: www.domradio.de/themen/soziales: Das Sturmgebet für Aleppo weitet sich aus.

Kevelarer Friedensgebet – Text zum 3. Advent

Hintergrundinformation der Aktion pro Humanität
zu neuen Perspektiven zum Kevelaerer Friedensgebet im Advent für Syrien

„An Tagen der Angst – der Hoffnung eine Tür offen lassen.
An Tagen der Verzweiflung – dem Glauben ein Seil über den Abgrund spannen.“
(Cornelia Elke Schray)

friedenslicht-kerzeAm kommenden Montag werden sich die Betenden in Kevelaer an der Friedenslichtstele zum dritten Mal versammeln, um mit ihren Friedenslichtern in der Hand zu beten und den Menschen in Aleppo und überall im Krieg ein Zeichen zu geben, dass sie mitnichten vergessen sind.  Ihnen die Bilder über das Domradio und deren Moderatorin zukommen lassen und Reaktionen zurück erhalten. NOCH. Den Frieden ins Gebet nehmen, den Himmel bestürmen, das wird am kommenden Montag zwei besondere Richtungen nehmen.

Zum Ersten werden Kinder und junge Menschen im Krieg im besonderen Focus des Gebets stehen. „Zum Lachen in den Keller gehen“ ist bei uns ein lockerer Spruch. Für Kinder und junge Menschen in Aleppo die einzige Möglichkeit im Dauer-Bombardement zur Schule gehen zu dürfen, miteinander zu spielen, etwas Freude zu haben mit Gleichaltrigen. Darüber werden wir berichten und für diese jungen Menschen, für ihre Perspektive beten. Eine junge Kevelaerer Musikerin wird mit ihrem bewegenden Saxophon-Spiel auch musikalisch signalisieren, dass ihre Altersgenossen in Aleppo und überall im Krieg Licht vergessen sind. Und auch das werden wir aus Kevelaer versuchen für die jungen Menschen in Aleppo hörbar zu machen. Zum Beispiel für die 16 jährige Schwester der syrischen Geschwister, die letzte Woche mit uns in Kevelaer gebetet haben. Sie lebt noch in Aleppo mit ihrer Mutter, so die Hoffnung.

Zum Zweiten: durch den Fall von Ost-Aleppo wird die Stiftung Aktion pro Humanität (APH) jetzt auch  konkrete Wege der Hilfe gehen können. Zeitnah. Zum Einen für die eingeschlossenen Christen in Ost-Aleppo, die von dort nicht fliehen werden, da die Lage für sie unter den Regierungstruppen sicherer ist als auf der Flucht im undurchschaubaren Geflecht der vielen Rebellen. So sie  das im  Kriegsfinale in Ost-Aleppo  überleben.

Letzteres versucht Aktion pro Humanität gemeinsam mit Weihbischof Dr. Stefan Zekorn über seine Kontakte des Weltkirche-Referates / Bistum Münster.
Zum anderen wird APH über die barada-syrienhilfe und einen ärztlichen Kollegen der Vorsitzenden der Stiftung Aktion pro Humanität, Dr. Elke Kleuren-Schryvers, Nahrungsmittelpakete, Milchpulver und wahrscheinlich mit der action medeor gemeinsam auch Medikamentenhilfe in das unmittelbare Umfeld von Aleppo bringen können. Die barada-syrienhilfe hat bereits mit Dr. Rupert Neudeck und den Grünhelmen konkrete Hilfe in Syrien geleistet und hat eigene Mitarbeiter vor Ort. Die barada-syrienhilfe hat dafür im Jahr 2015 den Marion Dönhoff Förderpreis erhalten.

Damals sagte der Vorsitzende Marwan Khoury:
„Lasst uns gemeinsam weiterhelfen! Lasst uns den Menschen in Syrien in dieser katastrophalen Situation zeigen, dass nicht zählt, welche Religion oder Ethnie sie haben,  sondern dass der  Mensch in Not unsere volle Unterstützung und Solidarität verdient. So wollen wir unseren Beitrag zu einem friedlichen Zusammenleben in Syrien nach dem Ende des mörderischen Konfliktes leisten.“ Jetzt steht das Ende unmittelbar bevor, ein Ende, das die Menschen herbeisehnen. Wie auch immer. Verständlich wenn es soweit gekommen ist, wie es vorige Tage ein syrischer Journalist beschrieb: „Die Lebenden beneiden die Toten.“

Advent 2016 – ankommen. Nach den dauernden Bombardements in der Ruhe irgendwie, überlebt haben bis dahin, irgendwie – vielleicht – hoffentlich. In Aleppo oder nach einer Flucht ins Umland. Ein Nahrungsmittelpaket kostet 20 US-Dollar. 20 kg Grundnahrungsmittel enthält ein solches Paket: Reis, Bulgur, Mehl, Pasta, Zucker, Speiseöl, Tomatenmark.

Die Aktion pro Humanität bittet um Unterstützung , so wie es in Katastrophensituationen immer mit Dr. Rupert Neudeck und Christel Neudeck gute humanitäre Tradition hatte und unsere mitmenschliche und christliche Ambition ist!

SPENDENKONTO: Stiftung Aktion pro Humanität
IBAN: DE 39 320 613 84 4330 130011

Kevelaerer Friedensgebet – Text zum 2. Advent

Kevelaerer Friedensgebet im Advent für Syrien und die Welt im Krieg
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Ein Lichtermeer für Aleppo

Termin:
Nächstes Gebet am Montag, 05. 12. 2016 um 19.30 Uhr an der Friedenslichtstele vor dem Forum Pax Christi

friedenslicht-kerzeAblauf:

Begrüßung aller Betenden, Begrüßung der syrischen Geschwister und Dank für Ihr Kommen und für Ihr Gebet. Danke an Angela Krumpen für die Unterstützung dieser Aktion ….

Wechselnder Beginn mit einem Friedensgebet:

Seulement la prière – nur das Gebet wird uns helfen, so sagte es die Mutter von Mohab, Sana und Hala am Telefon in diesen letzten Tagen.

Weihbischof Ansgar Puff aus Köln wies am letzten Freitag, als er auf die Aktion ein Lichtermeer für Aleppo und das Kevelaerer Friedensgebet aufmerksam machte auf Reinhold Schneider hin, der 1931 im Alter von 33 Jahren folgendes Gedicht schrieb:

“Allein dem  Betern kann es noch gelingen, das Schwert ob unseren Häuptern aufzuhalten“ ….
Wenn nicht das Kriegsende ihn gerettet hätte, wäre ihm wohl auch nur das Schicksal auch eines Dietrich Bonhoeffer geblieben.

Weihbischof Dr. Stefan Zekorn aus Münster/Weltkirche-Referat schreibt uns als Grußbotschaft zum heutigen Abend: Jean Abdo Arbach ist griechisch-katholischer Bischof von Homs in Syrien. Bei einer für sehr beeindruckenden Begegnung mit ihm habe ich ihn gefragt, was ihm und den anderen Christen hilft, in der Hölle des Krieges zu überleben. Er sagte: „Der Glaube, das Gebet und der gemeinsame Gottesdienst – auch wenn dabei die Bomben in Hörweite einschlagen.“

Aber die Moral in Ost-Aleppo sei immer noch hoch, erklärt Yusuf, der junge Architekt in Ost-Aleppo, der mit seiner Frau immer noch in diesem Stadtteil wohnt.

Was ist die Basis dieser bewundernswerten Gesinnung inmitten des infernalischen und diabolischen Mordens ohne jegliche Restfaser von Humanität?

Gesamtdokument zum Friedensgebet am 05.12.16

 

Friedensgebet zum zweiten Advent

„Seulement la prière“  – …nur das Gebet!
Das Kevelaerer Gebet im Advent für Syrien und die Welt im Krieg  + ein Lichtermeer für Aleppo

 

Die Mutter und die 16-jährige Schwester der drei jungen syrischen Flüchtlinge Mohab, Sana und Hala, die bei der interreligiösen Friedenswallfahrt in Kevelaer von ihrem Leben, ihrer Flucht und ihrer zurückgebliebenen Familie berichtet haben, sind immer noch in Aleppo. Sie leben. Auf die Frage, wie wir alle ihnen in Aleppo helfen können, sagt die Mutter am Telefon: „Seulement la prière!“ Nur das Gebet. Kurz, knapp, ergeben, erschöpft.

friedenslicht-kerzeUnd dieses Beten geht weiter, zieht größere und größere Kreise. Es ist eine beeindruckende Adventsgeschichte.

Ausgehend von Kevelaer, dem größten Marien-Wallfahrtsort Nordwesteuropas breitete sich die Idee bereits im Vorfeld über Deutschland bis nach Westafrika, nach Benin und in den Niger aus. Das Kevelaerer Friedensgebet im Advent für  Syrien und alle Welt im Krieg wurde initiiert vom Initiativkreis der Interreligiösen Friedenswallfahrt in der Marienstadt und von der Stiftung Aktion pro Humanität. Immer mehr Menschen erfahren über die Medien, über Facebook, das Domradio, die deutsche Sektion von Radio Vatican von diesem Friedensgebet für Syrien im Advent. Immer mehr Menschen wollen sich verbinden im Gebet, fragen Texte an zum Mitbeten in ihren Familien und Gemeinden. Man spürt, das die Hilflosigkeit aller im Angesicht dieses „Schlachthauses Aleppo“, wie der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die immer noch gnadenloser und Menschen verachtendere  Situation beschreibt, ein Herzensanliegen vieler, vieler Menschen wird. Am kommenden Montag, dem zweiten adventlichen Friedensgebet für Syrien werden es schon Menschen auf drei Kontinenten sein, die mit beten.

Menschen in Südamerika, in Chile, Peru, Bolivien kommen neu hinzu und möglicher Weise auch in Burundi, im östlichen Afrika.

Wenn sich die Betenden am Montag, den 05.12.2016 um 19.30 Uhr wieder in Kevelaer an der Friedenslichtstele auf dem Kapellenplatz vor dem Forum Pax Christi treffen, wird auch Angela Krumpen, die Moderatorin der letzten interreligiösen Friedenswallfahrt, mit zwei der drei syrischen Geschwister in Kevelaer dabei sein.

„Wir werden gemeinsam beten, weiter den Himmel bestürmen, Sturm beten, dass wenigstens eine Feuerpause realisiert werden kann, welche die Versorgung der Menschen zulässt mit Nahrungsmitteln, vor allem mit medizinischer Hilfe“, so Dr. Elke Kleuren-Schryvers von der Stiftung Aktion pro Humanität. „Wir werden beten um Dialogbereitschaft, um die Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen, um den Heiligen Geist, der die Herzen, das Denken und die Gemüter der „politischen Entscheider und Kriegsführer“ für die Ohnmächtigen einnimmt, wie Dr. Rupert Neudeck sie oft nannte.“

Und gemeinsam mit Mohab und Sana werden wir symbolisch schon etwas mehr Licht in diese zerstörerische Welt bringen.

Ein Lichtermeer für Aleppo“ heißt die Initiative, die sich in das Friedensgebet integriert. Die Idee: Die Menschen, die sich im Gebet verbinden, sichtbar werden zu lassen. Vor allem für die Menschen in Aleppo. Dort, wo der Diktator Assad Flugblätter abwerfen lässt auf denen steht:“ Die Welt hat Euch vergessen, niemand wird Euch helfen. Wer mag, kann um 19.30 Uhr ein Licht anzünden – wo immer er/sie ist und ein Bild davon ans Domradio unter der Adresse: Kerzenmeer-fuer-Aleppo@domradio.de schicken. Weihbischof Ansgar Puff wird in seiner Videobotschaft auf domradio.de am Freitag, 02.12.2016, eine Kerze anzünden und zum Kerzenmeer für Aleppo aufrufen, auf dass es Licht werden kann in unserer Welt.

fw-2016-25Die syrischen Geschwister und mit ihnen vielleicht noch andere syrische Menschen, die noch Familienangehörige in ihrer Heimat haben und diese Aktion mitmachen möchten, werden diese Aktion in Kevelaer eröffnen – mit dem Licht der Kevelaerer Friedenslichtstele. Mit der Mutter und der Schwester der jungen syrischen Geschwister werden sich die Betenden auf dem Kapellenplatz direkt verbinden –  im interreligiösen Gebet der vielen Friedenslichter verbinden. Auch Antenne Niederrhein, das Lokalradio im Kreis Kleve wird zu diesem Kevelaerer Friedensgebet für Syrien im Advent aufrufen, es begleiten und auch Fotos entgegennehmen von der begleitenden Aktion „Lichtermeer für Aleppo“ (?).

 

Sturmbeten für Syrien an jedem Montag in der Adventszeit

Kevelaer. Gemeinsames Friedensgebet im Advent für die Menschen in Syrien und überall auf der Welt im Krieg

Seit der II. Interreligiösen Friedenswallfahrt am 28. August diesen Jahres kennen viele Menschen in und um Kevelaer die drei syrischen Jugendlichen, die gemeinsam mit der Moderatorin der Friedenswallfahrt, Angela Krumpen, nach Kevelaer gekommen waren.

05-dassa-marienbildSie kamen aus Aleppo, der Stadt in Syrien, aus der wir aktuell immer entsetzlichere Nachrichten hören. Jedes Mal denken wir, grausamer kann es nicht mehr werden. Und doch: seit dem Wochenende wissen wir, dass wieder Fassbomben abgeworfen werden von Helicoptern, dass die Krankenhäuser und sogar die einzige noch funktionierende Kinderklinik bombardiert wurde.

Die Mutter der jungen Syrischen Geschwister und eine weitere Schwester hatten am 15.11.2016 einen Termin in der türkischen Botschaft. Das hätte der Beginn der möglichen Zusammenführung sein können. Doch die Grenzen waren zu, die beiden Frauen konnten nicht dorthin gelangen. Seit dem letzten Wochenende wird nun ihr Stadtteil in Aleppo massiv bombardiert…

Das Team der interreligiösen Friedenswallfahrt in Kevelaer mit der Moderatorin und Journalistin Angela Krumpen/Domradio, die Stiftung Aktion pro Humanität, die Grünhelme mit Yvonne und Christel Neudeck und viele weitere Freunde und Verbündete des humanitären und christlichen Engagements sind angesprochen, sich zu verbinden, um in dieser uns allen so ausweglos erscheinenden Situation gemeinsam etwas zu tun, zu beten und vielleicht Kontakte und Wege zu den Menschen in Aleppo herzustellen, um Hilfe und Beistand zu signalisieren.

Wort und Werk – Gebet und  konkrete Hilfe, wenn möglich. Das soll die Botschaft aus Kevelaer sein in diesem Advent. Eine Botschaft, eine Mission, die hoffentlich Kreise zieht.  Unser aller gemeinsames  Gebet an vielen Orten der Welt für den Frieden in Syrien.

Advenire …. ankommen. Aber wie, wo?  In noch infernalischerem Tun, in noch diabolischerem, menschenverachtenderen Agieren? Oder ankommen im Frieden. In der Ermöglichung von Hilfe in Form von Nahrung, medizinischer Versorgung … in der Menschenwürde.

Für alle solche von Menschen gemachte Kriege tragen wir als Menschen Verantwortung, dass sie auch durch uns Menschen beendet werden. Auch wenn  wir vielleicht im Augenblick nur beten können, dann sollten wir es tun! „Sturmbeten“ wie Rupert Neudeck es nannte und darauf vertraute. 

Hier in Kevelaer, bei der Consolatrix afflictorum, die Trösterin der Betrübten, beginnen wir damit für die Afflicti, für die Geschundenen, die Ohnmächtigen unserer ganz aktuellen Zeit, in Syrien. Auch für die Mutter, die Schwester der drei syrischen jungen Menschen. Für alle Familien von syrischen Flüchtlingen bei uns, deren Familienangehörige zurückblieben. Für alle Menschen, die dort und überall auf der Welt in einem solchen Inferno des Krieges leben und ausharren müssen.

Wir beten um den Frieden in Syrien und in der Welt immer montags in der Adventzeit, abends um 19.30 Uhr an der Friedenslichtstele vor dem Forum Pax Christi.  Erster Termin: Montag, der 28. November 2016. Alle Menschen guten Willens sind herzlich  dazu eingeladen.

Die Menschen am größten Marienwallfahrtsort in Dassa, im westafrikanischen Benin verbinden sich bereits am kommenden Montag mit uns. Bischof Francois Gnonhoussou antwortete mit dieser Nachricht bereits am Dienstag dieser Woche. Und auch das ganze Team der Aktion pro Humanität in Gohomey, ebenfalls in Benin sowie alle Waisenkinder und Waisenmütter, die ganze Kinderkrippe sind an den kommenden Montagabenden gemeinsam mit uns unterwegs, den Himmel zu bestürmen und um Frieden in Syrien und in der Welt zu beten und zu bitten.

Auch Erzbischof Laurent Lompo aus dem Niger verbindet sich mit den Christen dort an allen Montagen mit uns.

In München betet eine evangelische Kirchengemeinde mit uns um den Frieden und morgen am Abend wird es auch das Friedensgebet der Religionen in Duisburg Marxloh stattfinden.

Und vielleicht sind auch die drei syrischen Jugendlichen gemeinsam mit Angela Krumpen wieder mit uns in Kevelaer – wie bei der Interreligiösen Friedenswallfahrt- am kommenden Montag und beten mit uns …

Einladung für Sie

Die Aktion pro Humanität lädt ein: Adventliches Kaffeetrinken in Kevelar im Priesterhaus

Armandine

Armandine

Kevelaer. Mit Bildern und Erzählungen blickt die Stiftung Aktion pro Humanität (APH) am 03.12.16 auf ein ereignisreiches Projektjahr im westafrikanischen Benin zurück. Freunde, Förderer und alle, die sich über die humanitäre Arbeit der APH in Westafrika informieren möchten, sind herzlich eingeladen zum adventlichen Kaffeetrinken im Priesterhaus (am Kapellenplatz in Kevelaer).

Termin: Samstag, 3. Dezember, ab 16 Uhr.

Seit mehr als 20 Jahren unterhält APH ein Buschkrankenhaus im Westens Benins. Knapp 60 afrikanische Mitarbeiter, vom Arzt bis zur Hebamme und zum Gärtner, sind dort fest angestellt. Das Projekt finanziert sich mit Spendengeldern.

Aufbruch

Die Koffer sind gepackt, es kann losgehen. Morgen macht sich wieder eine Truppe Ehrenamtlicher der Aktion pro Humanität (APH) auf den Weg nach West-Afrika, nach Benin. Eines der großen Projektaufgaben in den kommenden Tagen: die intensive Schulung des afrikanischen Personals. Die kleine endoskopische Abteilung, die Dr. Rüdiger Kerner, Chefarzt am Kevelaerer Krankenhaus, mit seiner leitenden Endoskopieschwester Hildegard Kleinen im April im Hospital der APH aufgebaut hat, soll nun eigenständig ihre Arbeit aufnehmen. „Wir freuen uns sehr auf diesen Einsatz“, so Dr. Kerner. „Die Endoskopie ist ein wichtiger Meilenstein in der medizinischen Versorgung der Menschen in dieser ländlichen Region in Benin.“ Bislang müssen Patienten mehrere hundert Kilometer Anfahrt in Kauf nehmen, um mit Glück einen Termin zur Spiegelung des Magens oder auch des Darms bekommen zu können. Die Truppe um APH-Präsidentin Dr. Elke Kleuren-Schryvers erwartet ein Mammutprogramm, u.a. werden Hans-Gerd Janssen und Heinz-Peter Angenendt, die zum ersten Mal ins Projekt reisen, um sich um die vielfältigen Aufgaben kaufmännischer Verwaltung und Administration zu kümmern.

Zur Freude der APH werden derzeit die katholischen Kliniken im Kreis Kleve mit neuen Betten versorgt – die „ausgedienten“ Betten sind alle gut in Schuss – der einzige Makel: man kann sie nicht elektrisch verstellen – für das Hospital in Gohomey in Benin kein Problem. Und so freuen sich die Aktiven der APH, Anfang des Jahres vielleicht schon einen „Betten-Container“ nach Benin zu schicken zu können.

Das erste Mal Afrika

Die Koffer sind gepackt, der gelbe Impfpass hat alle wichtigen Stempelchen, Freitag ist es soweit: Steffi Neu, frisch gekürte Deutsche Radiopreisträgerin, reist mit einer kleinen Truppe vom Niederrhein nach Westafrika, nach Benin. Seit zwei Jahren ist die Radiomoderatorin aus Keppeln Botschafterin der Kevelaerer Stiftung „Aktion pro Humanität“. Die engagiert sich seit mehr als 20 Jahren ehrenamtlich in Benin und im Niger, hat u.a. ein Hospital in Benin, in Gohomey aufgebaut. Wir haben Steffi vor der Abreise noch erwischt:

Steffi Neu1 Das erste Mal Afrika, aufgeregt?
Absolut. Mein Bruder hat, als wir Kinder waren und gestritten haben, immer gesagt: „Phh, dann geh’ ich halt weg nach Afrika.“ Und dann hab’ ich geheult und er kam wieder zurück. Insofern hat dieses „nach Afrika“ gehen für mich eine besondere Bedeutung“ (lacht).

2 Wie bereitest Du Dich vor?
Erstmal diese ganze Impf-Arie. Damit haben wir im Sommer schon angefangen. Als mein Hausarzt Achim das große Buch rausholte mit der Riesenliste von Krankheiten, die man sich da holen kann, wurd’ mir schon anders. Wir sind dann zur Tropenmedizinerin und haben das alles hingekriegt. Hoffentlich.  Ansonsten, was Vorbereitung angeht: Ich arbeite nach Anweisungen von Dr. Elke Kleuren-Schryvers, der Präsidentin der „Aktion pro Humanität“: Lange Hosen, langärmlige Shirts, „zue“ Schuhe, Käppi…

3 Worauf bist du gespannt?
Auf den ersten Moment, Afrika zu riechen. Die Luft, die Düfte, das muss ein toller Moment sein. Ich freue mich so sehr auf die Menschen. Auf Geschichten, auf Hände reichen und nach vorne gucken. Ich möchte die Not nicht als Not sehen, sondern als Ansporn, etwas zu tun.

4 Warum ist dir das wichtig?
Weil ich glaube, dass wir den Menschen in ihrem Zuhause Sicherheit, Bildung und Gesundheit geben müssen, damit sie Zuhause bleiben wollen. Das ist in heutigen Zeiten doch das A und O. Die Menschen sollen eine Perspektive haben, da wo sie leben, wo ihre Familien sind.

5 Da wird Französisch gesprochen…
 …und ich hatte es ein paar Jahre in der Schule. Ich kann ohne Probleme auf französisch Bier bestellen. Das wird mir in Benin vermutlich nicht nutzen. Es gibt bestimmt  ‘ne gute Übersetzungsapp fürs Handy… Und ansonsten: Hände, Füße, Gesicht, ich kann auch Sätze vortanzen, wenn’s sein muss. Wenn ich dann am Ende allerdings ein Bier kriege, hätte ich’s auch einfacher haben können.

Domradio … wir sind im Radio

Wir sind im Radio

Wir sind im Radio

So kurz vor dem Aufbruch zur nächsten Benin-Reise können wir von unserem langjährigen Tun in Benin und im Niger berichten. Wir freuen uns sehr, dass wir die Möglichkeit haben, im www.domradio.de über unsere Aktivitäten berichten zu können. Einfach hinhören: Dienstag, 18.10.16, ab 10:00 Uhr im Interview mit Anja Krumpen.  Wir freuen uns drauf – sehr !!!