Sturmbeten für Syrien an jedem Montag in der Adventszeit

Kevelaer. Gemeinsames Friedensgebet im Advent für die Menschen in Syrien und überall auf der Welt im Krieg

Seit der II. Interreligiösen Friedenswallfahrt am 28. August diesen Jahres kennen viele Menschen in und um Kevelaer die drei syrischen Jugendlichen, die gemeinsam mit der Moderatorin der Friedenswallfahrt, Angela Krumpen, nach Kevelaer gekommen waren.

05-dassa-marienbildSie kamen aus Aleppo, der Stadt in Syrien, aus der wir aktuell immer entsetzlichere Nachrichten hören. Jedes Mal denken wir, grausamer kann es nicht mehr werden. Und doch: seit dem Wochenende wissen wir, dass wieder Fassbomben abgeworfen werden von Helicoptern, dass die Krankenhäuser und sogar die einzige noch funktionierende Kinderklinik bombardiert wurde.

Die Mutter der jungen Syrischen Geschwister und eine weitere Schwester hatten am 15.11.2016 einen Termin in der türkischen Botschaft. Das hätte der Beginn der möglichen Zusammenführung sein können. Doch die Grenzen waren zu, die beiden Frauen konnten nicht dorthin gelangen. Seit dem letzten Wochenende wird nun ihr Stadtteil in Aleppo massiv bombardiert…

Das Team der interreligiösen Friedenswallfahrt in Kevelaer mit der Moderatorin und Journalistin Angela Krumpen/Domradio, die Stiftung Aktion pro Humanität, die Grünhelme mit Yvonne und Christel Neudeck und viele weitere Freunde und Verbündete des humanitären und christlichen Engagements sind angesprochen, sich zu verbinden, um in dieser uns allen so ausweglos erscheinenden Situation gemeinsam etwas zu tun, zu beten und vielleicht Kontakte und Wege zu den Menschen in Aleppo herzustellen, um Hilfe und Beistand zu signalisieren.

Wort und Werk – Gebet und  konkrete Hilfe, wenn möglich. Das soll die Botschaft aus Kevelaer sein in diesem Advent. Eine Botschaft, eine Mission, die hoffentlich Kreise zieht.  Unser aller gemeinsames  Gebet an vielen Orten der Welt für den Frieden in Syrien.

Advenire …. ankommen. Aber wie, wo?  In noch infernalischerem Tun, in noch diabolischerem, menschenverachtenderen Agieren? Oder ankommen im Frieden. In der Ermöglichung von Hilfe in Form von Nahrung, medizinischer Versorgung … in der Menschenwürde.

Für alle solche von Menschen gemachte Kriege tragen wir als Menschen Verantwortung, dass sie auch durch uns Menschen beendet werden. Auch wenn  wir vielleicht im Augenblick nur beten können, dann sollten wir es tun! „Sturmbeten“ wie Rupert Neudeck es nannte und darauf vertraute. 

Hier in Kevelaer, bei der Consolatrix afflictorum, die Trösterin der Betrübten, beginnen wir damit für die Afflicti, für die Geschundenen, die Ohnmächtigen unserer ganz aktuellen Zeit, in Syrien. Auch für die Mutter, die Schwester der drei syrischen jungen Menschen. Für alle Familien von syrischen Flüchtlingen bei uns, deren Familienangehörige zurückblieben. Für alle Menschen, die dort und überall auf der Welt in einem solchen Inferno des Krieges leben und ausharren müssen.

Wir beten um den Frieden in Syrien und in der Welt immer montags in der Adventzeit, abends um 19.30 Uhr an der Friedenslichtstele vor dem Forum Pax Christi.  Erster Termin: Montag, der 28. November 2016. Alle Menschen guten Willens sind herzlich  dazu eingeladen.

Die Menschen am größten Marienwallfahrtsort in Dassa, im westafrikanischen Benin verbinden sich bereits am kommenden Montag mit uns. Bischof Francois Gnonhoussou antwortete mit dieser Nachricht bereits am Dienstag dieser Woche. Und auch das ganze Team der Aktion pro Humanität in Gohomey, ebenfalls in Benin sowie alle Waisenkinder und Waisenmütter, die ganze Kinderkrippe sind an den kommenden Montagabenden gemeinsam mit uns unterwegs, den Himmel zu bestürmen und um Frieden in Syrien und in der Welt zu beten und zu bitten.

Auch Erzbischof Laurent Lompo aus dem Niger verbindet sich mit den Christen dort an allen Montagen mit uns.

In München betet eine evangelische Kirchengemeinde mit uns um den Frieden und morgen am Abend wird es auch das Friedensgebet der Religionen in Duisburg Marxloh stattfinden.

Und vielleicht sind auch die drei syrischen Jugendlichen gemeinsam mit Angela Krumpen wieder mit uns in Kevelaer – wie bei der Interreligiösen Friedenswallfahrt- am kommenden Montag und beten mit uns …

Einladung für Sie

Die Aktion pro Humanität lädt ein: Adventliches Kaffeetrinken in Kevelar im Priesterhaus

Armandine

Armandine

Kevelaer. Mit Bildern und Erzählungen blickt die Stiftung Aktion pro Humanität (APH) am 03.12.16 auf ein ereignisreiches Projektjahr im westafrikanischen Benin zurück. Freunde, Förderer und alle, die sich über die humanitäre Arbeit der APH in Westafrika informieren möchten, sind herzlich eingeladen zum adventlichen Kaffeetrinken im Priesterhaus (am Kapellenplatz in Kevelaer).

Termin: Samstag, 3. Dezember, ab 16 Uhr.

Seit mehr als 20 Jahren unterhält APH ein Buschkrankenhaus im Westens Benins. Knapp 60 afrikanische Mitarbeiter, vom Arzt bis zur Hebamme und zum Gärtner, sind dort fest angestellt. Das Projekt finanziert sich mit Spendengeldern.