Vorher … Nachher

Die Stiftung Aktion pro Humanität – APH – möchte Ihnen zeigen, was IHRE HILFE ganz konkret bewirkt.

Einige Kinder aus Kinderkrippe und Waisenhaus stellen sich Ihnen vor und berichten aus ihrem Leben mit Aktion pro Humanität. Wir berichten aber auch zu Entstehung von Schulen und Krankenhaus, um über die konkreten Wandlungen vor Ort zu berichten.

Die Drillinge Jean, Jaques und Jacobe

_drillingeJean, Jaques und Jacobe – sie waren der Anlass für die wahre Weihnachtsgeschichte. Ihre Mutter war an Aids gestorben und Großmutter mühte sich ab, die drei Jungen durch zu bringen. Die alte Dame war einfach überfordert. Sie fand den Weg zur Aktion pro Humanität. Lernte dort, wie man die Nahrung für die Jungs zubereitet und verabreicht. Es dauert nicht lange, da entwickelten sich die Jungs so wunderbar, dass es eine Freude war, ihnen beim spielen und toben zuzusehen!

Aidspatienten Zwillinge

_zwillinge_mit_omaJean und Jeanne  haben den Kampf nicht gewonnen. Sie waren schon seit ihrer Geburt HIV+, weil ihre Mutter aidsinfiziert war.

Die zwei waren nicht mehr aufzupäppeln, obwohl die Schwestern in der Kinderkrippe mit so viel Fürsorge versucht haben. Sehr traurig.

Der Heilerssohn

OLYMPUS DIGITAL CAMERADer Sohn des Heilers kam in die Krankenstation – multipel erkrankt: Malaria, Unterernährung, Tuberkolose. Selbt sein Vater, ein traditioneller Heiler, war mit seiner Heilkraft am Ende.

Lange war unklar, ob dieses Kind in der Krankenstation noch zu retten war. Aber nach und nach … Stunde um Stunde … reagierte dieses Kind des Busches auf die Behandlung im Centre Medical Gohomey. Wir hatten das Kind schon fast aufgegeben, doch er erholte sich und der Vater, ein traditioneller Heiler, hat anerkannt, dass jede Medizin ihre Berechtigung hat. Wenn dann gegenseitiger Respekt und Anerkennung da ist, finden auch traditionelle und klassische Medizin einen Weg, um sich gegenseitig zu stützen.

Edan – ein Kind der ersten APH-Stunden

_Elke_und_EdanEdan ist heute ein stolzer junger Mann von ca. 20 Jahren. So ganz genau kann es niemand mehr sagen, wann er geboren wurde. Seine kleine Füsschen waren in schwerer Sichelfussstellung deformiert.

Barfuss, wie die meisten afrkanischen Dorfkinder, lief er auf den Aussenknöcheln seiner Füße. Seine Fußsohlen waren samtweich, dafür glich die dünne Haut über den Außenknöcheln mehr einem Schildkrötenpanzer.  Er gehörte zu den ersten Kindern, die in unsere Obhut kamen. Mit der Hilfe einer Operation und immer „anständigen“ Schuhen war er nach längerer Zeit wieder in der Lage, aufrecht gehen zu können. Ein Prozeß, der sich über mehrere Jahre hinstreckte aber letztendlich zum Ziel geführt hat: Dem aufrechten Gang.

Estrell – ein ganz normales afrikanisches Schicksal

_estrell_nachherEstrell kam mit 3 Monaten – völlig unterernährt – zu APH in die Kinderkrippe.

Bei ihr ging es besonders rasch, dass sie mit regelmäßiger Ernährung und Fürsorge zu einem kleinen strahlenden Mädchen wurde. Regelmäßige Nahrung – ein Umstand den die Kinder gar nicht kannten – wirklich verlässlich drei Mahlzeiten am Tag ließen dieses kleine Mädchen ganz rasch wieder gesunden. Estrell ging dann nach vollständiger Genesung eines unserer Waisenhäuser, um hier eine neue Familie zu haben.

Roland und Ephiphan – zwei Brüder im Waisenhaus

_roland_in_seiner_h_tteDie Geschichte von Roland und Epiphan geht besonders zu Herzen. Vater und Mutter waren nacheinander an Aids verstorben. Zu diesen Zeitpunkt war Aids – Sida – die große, unbekannte scheckliche Krankheit. Die Dorfbewohner distanzierten sich von den Kindern und stellten nur Nahrung in die Hütte der damals 3 Jahre und 9 Monate alten Kinder.

APH nahm sich der Kinder im Waisenhaus an …  über die Geschichte der zwei Brüder haben wir oft berichtet, da uns das Schicksal dieser beiden Brüder ganz besonders mitnahm. Die Jungen hatten auch eine besondere Verantwortung füreinander. Besonders Ephiphane’s Leben verlief sehr unruhig, nachdem er die Obhut von APH verlassen hatte. Hier noch ein Foto von den beiden großen – und strahlenden – jungen Menschen bei einem Besuch in Gohomey.

Evelyne – ein Mädchen mit viel Potential

_evelyne_vor_opEvelyne begegneten wir zum ersten Mal im Waisenhaus von Ayoumi. Sie war das, was man schlechthin als Krüppel bezeichnen könnte. Auf Knien oder Popo bewegte sie sich fort. Evelyne hatte seit ihrer Geburt unter einer schweren Deformierung ihres einen Beines zu leiden. Direkt unterhalb des Knies saß ein schrecklich verdrehter Fuss.

Von Emile, einesm Orthopädie-Mechaniker, hatten wir gelernt, dass es oberste Prämisse sein muss, alle diese Kinder sich aufrichten zu lassen aus dem Staub der Erde Afrikas. Das konnte APH bei Evelyn realisieren, denn in mehreren Operationen  wurde versucht, dies wieder zu richten. Evelyne erhielt eine Prothese, die im Laufe ihres Wachsens auch immer wieder angepasst werden musste. Dem Mädel war es immer ein großer Wunsch, eine gute Ausbildung zu erhalten. Diesem Wunsch ist APH nachgekommen.

Krankenhäuser in Benin

_zustand_eines_krankenhaus_19931993 war der medizinische Bereich in Benin in einem völlig desolaten Zustand. Auf den ersten Reisen konnten vielfältige Eindrücke gewonnen werden. Wir fanden Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen, die schwerlich nur zu beschreiben sind, niemand konnte da gesund werden.

Das liess schnell den Entschluss reifen, etwas für die medizinische Basisversorgung dieses Landes zu tun. In der Kommune Gohomey boten uns Bauern ein Stück Land an – und hier konnte 1995 der Bau des Buschkrankenhauses starten. Und in nunmehr 25-jähriger Arbeit ist aus dem Buschkrankenhaus ein medizinisches Referenzzentrum geworden.

Bau von Schulen

_schule_damals4Der Bau von Schulen ist erst in den vergangenen zehn Jahren forciert in Angriff genommen worden. Schüler, die im Busch lebten, hatten kaum eine Chance auf Ausbildung. Auch das College war in den 90’iger Jahren nur in der Hauptstadt vertreten, doch welche Eltern können sich „diesen Luxus“ leisten, ihre Kinder von der Arbeit auf den Feldern zu entbinden und in die Stadt zu schicken und die Schulkosten zu tragen.

Aktion pro Humanität hat den Bau von Schulen gefördert, die NRZ rief dazu das über sechs Jahre angelegte Projekt „6 Jahre Afrika“ aus. Im ummittelbaren Projektumfeld entstanden einige Schulgebäude. Es ist immer eine Freude, die lärmenden Kinder in der Pause auf dem Schulhof zu hören.