ROTARY – Benefizkonzert am 07.10.2017

Wir bedanken uns bei Herrn Dr. Peter Schaap vom ROTARY Club Geldern!
Die Stiftung Aktion pro Humanität partizipiert am wunderbaren Benefiz-Konzert Traditrional Jazz

Traditoneller Jazz Benefizkonzert Vol. 3 , aus einer Idee zur Hilfe ist eine kleine Jazzkonzertreihe geworden, nun die dritte Ausgabe. Immer für den guten Zweck, immer ehrenamtlich, immer mit dem gesamten Reinerlös für die jeweiligen Projekte und immer mit viel Spaß für alle Beteiligten. Es ist gelungen, auch für das dritte Benefizkonzert Spitzenmusiker des traditionellen klassischen Jazz zu engagieren.

The Three Wise Men

Frank Roberscheuten (sax, cl), Rossano Sportiello (p) und Martin Breinschmid (dr) gehören zur absoluten Weltspitze des traditionellen Jazz.

Nils Conrad (dr) als Gast, ein junger Schlagzeuger in der Tradition von Gene Krupa und Huub Janssen , hoffnungsvoll fantastisch.

Eine Hommage an das Benny Goodman Quartett bildet einen Teil des Konzertes. Die Musiker werden in der Originalbesetzung des Quartetts mit uns eine Reise in die Swingwelt  Benny Goodman’s machen.

Tickets können Sie sich hier sichern: http://www.rotarybenefizkonzert.com/Tickets/

 

Herzlichen Glückwunsch Herr Weihbischof

Zum allerersten Mal – im Februar 2016 – so berichtete der Rektor der Wallfahrt und Pastor von St. Marien in Kevelaer Rolf Lohmann damals, reiste er in ein Entwicklungsland und dann gleich nach Westafrika, von dem man früher wegen der Malaria und allerlei anderer Gesundheitsgefahren sagte, es sei das Grab des weißen Mannes.

Doch das Team der Aktion pro Humanität war fröhlich auf dem Weg, voller Gottvertrauen und natürlich unter dem besonderen Schutz der Kevelaerer Gottesmutter, der Consolatrix afflictorum stehend. Eine Kopie ihres Gnadenbildes war mit im Gepäck, welches in den Bildstock, einen afrikanischen Lebensbaum, integriert werden sollte, um dann inmitten des APH-Hospitals in Gohomey in der kleinen, ganz zentralen Gnadenkapelle mitten unter den Kranken, ihren Familien und den Behandelnden, Mitarbeitenden und Pflegenden zu sein.

Segnen, segnen, segnen …. „Noch nie habe ich so viele Menschen in so kurzer Zeit gesegnet“, sagte Rolf Lohmann, strahlte und schwitzte. Das bleibt keinem erspart in der tropisch-feuchten Hitze Westafrikas.

Zu allen Menschen hatte er sofort einen herzlichen Kontakt. Die Kranken im Krankenhaus erbaten seinen Segen, die Waisenkinder und die Pflege-/Mütter und kleinen Kinder aus der Kinderkrippe empfingen strahlend seinen Segen ebenso wie die schwer behinderten Kinder im Orthopädie-Zentrum in Lokossa, die sich um ihn scharten und die psychisch kranken Menschen in einem kleinen Psychiatrie-Zentrum bei Dogbo.

Sehr beeindruckend war der Besuch im völlig überfüllten Gefängnis in Lokossa. Hier stand Pastor Rolf Lohmann einer Wand von Menschen gegenüber. Vor Kraft strotzenden, spürbar zu Gewalt bereiten Männern und einen Moment lang war nicht klar, wohin es gehen würde. Doch dann – an der Seite der Gefängnisdirektorin – die herzenswarme Begrüßung durch Rolf Lohmann, die guten Wünsche für das Leben eines jeden einzelnen Gefangenen und die ruhige, sehr empathische Frage an die Männer, ob sie gesegnet werden möchten. Das laute, fast tumultartige „oui“ wird niemand vergessen und auch diese Stille während des Segens an diesem Ort, an dem es sonst nur so wimmelt von Stimmengewirr.

Domkapitular und Rektor der Wallfahrt in Kevelaer, Pastor Rolf Lohmann wurde am 25. April in Münster von Bischof Dr. Felix Genn zum neuen Weihbischof am Niederrhein ernannt. Rolf Lohmann ist seit 2015 Kuratoriumsmitglied der Stiftung Aktion pro Humanität und ein wirklich überzeugter und überzeugender, engagierter Mitstreiter für die „Ohnmächtigen“ unserer Welt.

Wir gratulieren ihm sehr herzlich und mit uns tun das unsere Freunde in der Welt: Erzbischof Laurent Lompo ausdem Niger/Westafrika, unser gesamtes Projekt-Team in Gohomey in Benin/Westafrika, Father Firas in Aleppo/Syrien und das gesamte MOAS-Team auf dem Flüchtlingsrettungsschiff PHOENIX im Mittelmeer.

Wir wünschen Rolf Lohmann Kraft für den schweren Abschied hier. Die Menschen hier in Kevelaer sind sehr traurig, Tränen werden fließen. Für den Neubeginn in Xanten wünschen wir ihm Gottes stark machenden und inspirierenden Segen, der ihn begleite ebenso wie der tröstliche Zuspruch der Gottesmutter in schweren Stunden.

Berufen wurden ein engagierter und authentischer Kirchenmann und ein den Menschen empathisch begegnender „pasteur“ [Hirte]. Seine Bitte um unser aller Gebet für ihn auf seinem Weg erfüllen wir in Verbundenheit und von Herzen gern!

Wir alle vom Team der Aktion pro Humanität – sei es hier vor Ort oder in der Welt – wünschen uns sehr, dass Weihbischof Rolf Lohmann mit uns auf dem Weg bleiben kann, orientiert an Papst Franziskus´ Wahlspruch: „Vergesst die Armen nicht!“

Kinder Aleppos brauchen Hilfe

Fishers of Men

Projektaufenthalt 2017 in Bildern

Benin – Tagebuch Februar 2017

Ein Dank aus Aleppo

Allianz der Hilfe – Hintergrundinformation

Hintergrundinformation zur Allianz der Hilfe für Syrien – Bericht vom 19.12.2016 von Dr. Elke Kleuren-Schryvers
„Wir gehen auf Weihnachten zu mit all den Kindern aus dem Krieg … und wir spüren, dass Ihr mit uns seid“

Beim vierten Friedensgebet an diesem winterlichen Montagabend spüren die über 50 Betenden mit ihren Friedenslichtern in der Hand genau, wie die Kälte in sie hineinkriecht vor der Friedenslichtstele, wo das Gebet immer beginnt. Es ist der Abend des terroristischen Anschlags auf den Weihnachtmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin. Das wissen wir da aber noch nicht.

Wir assoziieren genau diese Kälte, die auch Syrien, auch die Region um Aleppo gerade heimsucht. Nachts friert es, die meisten Häuser jedoch sind zerbombt. Notdürftig sollen so viele Wohnungen wie möglich mit kleinen Baumaterialien, die man wieder kaufen kann in der Stadt, repariert werden. mehr

Eine Allianz der Hilfe wird möglich – für die Menschen in Aleppo

Es waren bewegende Worte beim montäglichen Kevelaerer Friedensgebet: „Unsere Morgende sind blutig, unsere Nächte voller Terror und Sorgen, wir erwarten den Tod jede Minute.“ Die Mutter dreier syrischer Geschwister, die in Deutschland Zuflucht gefunden haben, schickte diese Nachricht aus Aleppo.

kerzen-zum-friedensgebetHandeln, helfen tut not und so müht sich die Kevelaerer Medizinerin Dr. Elke Kleuren-Schryvers seit Wochen schon, Hilfe nach Aleppo zu bringen. Nun wird es möglich werden: Die Stiftung  Aktion pro Humanität (APH), deren Vorsitzende Kleuren-Schryvers ist, wird von Kevelaer aus, Hilfe auf den Weg bringen können – konkrete und zeitnahe Hilfe nach Aleppo und ins nahe Umland.

Die Medizinerin hat Kontakt aufgenommen mit der barada-syrienhilfe und einem syrischen ärztlichen Kollegen, der von Oberfranken aus mit seinen Helfern vor allem Nahrungsmittel-Hilfe und Babynahrung für die jetzt aus Aleppo herausströmenden Flüchtlinge organisiert. Marwan Khoury war in seinen Einsätzen auch vielfach mit dem in diesem Jahr verstorbenen Dr. Rupert Neudeck helfend unterwegs. Bewegt von den Geschehnissen in Syrien sagte gestern der Klever Unternehmer Bernd Zewens eine Unterstützung in Höhe von 10.000 Euro zu. Marwan Khoury zeigte sich sehr bewegt und glaubt, dass die Bereitstellung der Hilfsgüter für die Menschen innerhalb ca. einer Woche möglich sein müsste.

„Es hat Tradition und ist ein Obligo für uns, dass aus Kevelaer nicht nur das Gebet kommt – wie jetzt bei den Friedensgebeten im Advent für Syrien und die Welt im Krieg, sondern auch das konkrete Werk, das Tun, die Hilfe,“ so der Pastor der Kirchengemeinde St. Marien und Rektor der Wallfahrt in Kevelaer, Rolf Lohmann.  5.000 Euro stellt die Kirchengemeinde nun zeitnah zur Verfügung. „Diese Spendenhilfe für die Menschen in Aleppo, dieses gemeinsame Tun zeigt eine starke Verbundenheit mit den Afflicti, den Geschundenen und Geschlagenen unserer Tage, in Syrien“, so Dr. Elke Kleuren-Schryvers.

Kontakt besteht auch zu Weihbischof Dr. Stefan Zekorn in Münster. Und auch nach Aleppo sind die ersten Kontakte geknüpft: Die Telefonverbindung zu Pater Firas Lutfi im Franzikanerkloster St. Anthony of Padua in Aleppo funktioniert. Und APH bemüht sich auch hier um konkrete, direkte Hilfe, die die drei im Kloster lebenden Franziskanerpatres begleiten werden. Pater Firas ließ gestern bereits wissen, wie sehr er sich über dieses Hilfsangebot aus Deutschland freue und wie sehr er darauf hoffe.

Die Christen in Ostaleppo werden nicht fliehen, so die Aussagen der Helfer und Experten, da sie unter dem Einfluss der Regierungstruppen sicherer sind als auf der Flucht. Aber sie brauchen jede Unterstützung, die möglich ist.

„Ein erstes Wunder ist mit den ersten konkreten Hilfszusagen schon geschehen“, so Elke Kleuren-Schryvers. „Gemeinsam mit Rupert Neudeck war es immer unsere starke christliche und humanitäre Ambition, in solchen Situationen zusammen auf dem Weg zu sein mit vielen verbündeten Helfern und Spendern aus Kirche und Welt  – wie jetzt auch mit action medeor aus Tönisvorst, die Medikamente bereitstellt.“

Die Aktion pro Humanität bittet um zeitnahe Spenden, damit die Hilfe für die Menschen in und um Aleppo schnell auf den Weg gebracht werden kann (www.pro-humanitaet.de)

SPENDENKONTO:

Stiftung Aktion pro Humanität
IBAN: DE 39 320 613 84 4330 130011
Stichwort: Syrien-Nothilfe

 

Info: Ein „Lichtermeer für Aleppo“ heißt eine Initiative, die sich in das montägliche Friedensgebet in Kevelaer einbindet. Die Idee ist, dass das gemeinsame Tun der Menschen, die sich zeitgleich überall auf der Welt im Gebet verbinden, sichtbar wird – und ein hoffnungsvolles Signal den Menschen in Aleppo schenkt: Jeden Montag um 19.30 Uhr entzünden überall Menschen ein Licht. Infos dazu unter: www.domradio.de/themen/soziales: Das Sturmgebet für Aleppo weitet sich aus.

Kevelarer Friedensgebet – Text zum 3. Advent

Hintergrundinformation der Aktion pro Humanität
zu neuen Perspektiven zum Kevelaerer Friedensgebet im Advent für Syrien

„An Tagen der Angst – der Hoffnung eine Tür offen lassen.
An Tagen der Verzweiflung – dem Glauben ein Seil über den Abgrund spannen.“
(Cornelia Elke Schray)

friedenslicht-kerzeAm kommenden Montag werden sich die Betenden in Kevelaer an der Friedenslichtstele zum dritten Mal versammeln, um mit ihren Friedenslichtern in der Hand zu beten und den Menschen in Aleppo und überall im Krieg ein Zeichen zu geben, dass sie mitnichten vergessen sind.  Ihnen die Bilder über das Domradio und deren Moderatorin zukommen lassen und Reaktionen zurück erhalten. NOCH. Den Frieden ins Gebet nehmen, den Himmel bestürmen, das wird am kommenden Montag zwei besondere Richtungen nehmen.

Zum Ersten werden Kinder und junge Menschen im Krieg im besonderen Focus des Gebets stehen. „Zum Lachen in den Keller gehen“ ist bei uns ein lockerer Spruch. Für Kinder und junge Menschen in Aleppo die einzige Möglichkeit im Dauer-Bombardement zur Schule gehen zu dürfen, miteinander zu spielen, etwas Freude zu haben mit Gleichaltrigen. Darüber werden wir berichten und für diese jungen Menschen, für ihre Perspektive beten. Eine junge Kevelaerer Musikerin wird mit ihrem bewegenden Saxophon-Spiel auch musikalisch signalisieren, dass ihre Altersgenossen in Aleppo und überall im Krieg Licht vergessen sind. Und auch das werden wir aus Kevelaer versuchen für die jungen Menschen in Aleppo hörbar zu machen. Zum Beispiel für die 16 jährige Schwester der syrischen Geschwister, die letzte Woche mit uns in Kevelaer gebetet haben. Sie lebt noch in Aleppo mit ihrer Mutter, so die Hoffnung.

Zum Zweiten: durch den Fall von Ost-Aleppo wird die Stiftung Aktion pro Humanität (APH) jetzt auch  konkrete Wege der Hilfe gehen können. Zeitnah. Zum Einen für die eingeschlossenen Christen in Ost-Aleppo, die von dort nicht fliehen werden, da die Lage für sie unter den Regierungstruppen sicherer ist als auf der Flucht im undurchschaubaren Geflecht der vielen Rebellen. So sie  das im  Kriegsfinale in Ost-Aleppo  überleben.

Letzteres versucht Aktion pro Humanität gemeinsam mit Weihbischof Dr. Stefan Zekorn über seine Kontakte des Weltkirche-Referates / Bistum Münster.
Zum anderen wird APH über die barada-syrienhilfe und einen ärztlichen Kollegen der Vorsitzenden der Stiftung Aktion pro Humanität, Dr. Elke Kleuren-Schryvers, Nahrungsmittelpakete, Milchpulver und wahrscheinlich mit der action medeor gemeinsam auch Medikamentenhilfe in das unmittelbare Umfeld von Aleppo bringen können. Die barada-syrienhilfe hat bereits mit Dr. Rupert Neudeck und den Grünhelmen konkrete Hilfe in Syrien geleistet und hat eigene Mitarbeiter vor Ort. Die barada-syrienhilfe hat dafür im Jahr 2015 den Marion Dönhoff Förderpreis erhalten.

Damals sagte der Vorsitzende Marwan Khoury:
„Lasst uns gemeinsam weiterhelfen! Lasst uns den Menschen in Syrien in dieser katastrophalen Situation zeigen, dass nicht zählt, welche Religion oder Ethnie sie haben,  sondern dass der  Mensch in Not unsere volle Unterstützung und Solidarität verdient. So wollen wir unseren Beitrag zu einem friedlichen Zusammenleben in Syrien nach dem Ende des mörderischen Konfliktes leisten.“ Jetzt steht das Ende unmittelbar bevor, ein Ende, das die Menschen herbeisehnen. Wie auch immer. Verständlich wenn es soweit gekommen ist, wie es vorige Tage ein syrischer Journalist beschrieb: „Die Lebenden beneiden die Toten.“

Advent 2016 – ankommen. Nach den dauernden Bombardements in der Ruhe irgendwie, überlebt haben bis dahin, irgendwie – vielleicht – hoffentlich. In Aleppo oder nach einer Flucht ins Umland. Ein Nahrungsmittelpaket kostet 20 US-Dollar. 20 kg Grundnahrungsmittel enthält ein solches Paket: Reis, Bulgur, Mehl, Pasta, Zucker, Speiseöl, Tomatenmark.

Die Aktion pro Humanität bittet um Unterstützung , so wie es in Katastrophensituationen immer mit Dr. Rupert Neudeck und Christel Neudeck gute humanitäre Tradition hatte und unsere mitmenschliche und christliche Ambition ist!

SPENDENKONTO: Stiftung Aktion pro Humanität
IBAN: DE 39 320 613 84 4330 130011