Der Hilferuf aus dem NigerWeihbischof Laurent Lompo kann die Lage nur umschreiben. Er tut das mit wenigen Worten und lässt keinen Zweifel. Er, der unermüdlich dafür arbeitet, wenn es gilt, im Niger Brunnen zu bauen, Schulen und Krankenstationen einzurichten, berichtet, dass der Niger vor einer erneuten Hunger-Katastrophe steht.  …>>> mehr

06.03.2014. Während unserer Reise nach Benin im November 2013 besuchten wir das Gefängnis in Lokossa. Die Haftbedingungen der derzeit 500 Inhaftierten sind menschenunwürdig. Die Inhaftierten leben auf extrem engen Raum, denn eigentlich ist das Gefängnis für 150 Personen ausgerichtet. Aufgrund der Hitze und der mangelnden hygienischen Verhältnisse grassieren viele infektiöse Erkrankungen, vor allem Hautkrankheiten.

Die Krankenstation des Gefängnisses ist dafür absolut nicht ausgestattet. Es gibt kaum Medikamente. Mit der Unterstützung von Action Medeor konnten wir hier helfen. Vorgestern sind die Medikamentenpakete mit Desinfektionsmittel, Antibiotika, Malaria-Medikamente, Schmerzmittel, Antimykotika etc. angekommen. Frau Basale, unsere Verantwortliche in Gohomey, hat die Pakete im Gefängnis abgegeben.

_Bischof_MichelLiebe Freunde der Aktion pro Humanität:

Mai 2014: Die nachfolgende Stellungnahme der drei Bischöfe des Niger kam über CADEV Niger zu uns. CADEV Niger ist die inden beiden Bistümern des Niger, Niamey und Maradi, tätige caritative Organisation,die mit uns und vielen anderen internationalen Helfern und Hilfsorganisationen zusammenarbeitet.

In den mit Weihbischof Laurent Lompo, der die Projekte der Aktion pro Humanität persönlich begleitet, geführten Telefo­na­ten zeigte sich ebenfalls der Ernst der Lage im Niger. WeihbischofLompo bittet alle Menschen, die sich dem stellen wollen und können, um ihr Gebet.

Die Übersetzung des Textes erfolgte sinngemäß. Sie zeigt deutlich den Mut dieser Menschen als Repräsentanten der christlichen Minderheit von nur zwei Pro­zent. Im islamischen Sahelstaat mit fast 13 Millionen Menschen sind die Bischöfe und CADEV unermüdlich für die gesamte Bevölkerung – Christen und Muslime – im Einsatz.

April 2014: Mit „art for africa“ verbindet man einen Namen: Birgit Schryvers. Die stv. Vorsitzende der APH rief das Hilfsprojekt 2011 ins Leben. Dabei bringt sie Künstler auf einer eigenen Internetplattform und in Ausstellungen zusammen, bewirbt deren Kunst, im Gegenzug spenden diese Künstler beim Verkauf ihrer Werke Teile oder den kompletten Erlös an das Künstler-Hilfsprojekt.

Im Rahmen der Aktion pro Humanität setzt sich Birgit Schryvers bereits seit über zwanzig Jahren für den Kampf gegen Wassernot und Aids, mit dem Ziel der Krisenintervention auf dem schwarzen Kontinent, ein. Mit ihrer Begeisterung für die gute Sache hat sie viele Kollegen der Pro7SAT.1 Media AG erreicht, die ihr soziales Engagement jetzt teilen. Dazu gehören auch die Mediengestalter-Azubis: Ein fünfköpfiges Projektteam um Ausbildungsleiter Wolfgang Lanzenberger produzierte einen halbstündigen Film, der „art for africa“ und die Arbeit der am Künstler-Hilfsprojekt Mitwirkenden näherbringt.

Der Film hier zum Anschauen: „art for africa – Kunst gegen den Hunger“