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Seit mehr als zwei Jahrzehnten engagiert sich die Hilfsorganisation APH (Aktion pro Humanität) in Westafrika. Es konnte eine Krankenstation gebaut werden, vor vier Jahren wurde sogar ein Operationscontainer im Busch installiert – alles mit Hilfe von Spenden. Im November wird eine Kinderstation eröffnet. Nun brauchen wir Hilfe.

 Von Dr. Elke Kleuren-Schryvers, Vorstand der Stiftung Aktion pro Humanität

Das Krankenhaus der Aktion pro Humanität im westafrikanischen Benin wurde 1995 eröffnet. Seit mehr als 20 Jahren entwickelt sich dort in der ländlichen Region des Mono/Couffo ein medizinisches Versorgungszentrum der besonderen Art. Begonnen hat es mit wirklicher medizinischer Basis­versorgung der Menschen dort. Es war eine afrikanische Buschkrankenstation wie sie in unser aller Vorstellung existiert. Dann mit dem Auftreten und der Verbreitung von Aids gerade in dieser Region des Landes Benin, einer sogenannten hot-spot-Region, wurde das heutige Hospital zu einem spezialisierten Zentrum für die Diagnostik und Therapie von HIV/Aids. Bis heute ist das Krankenhaus in Gohomey, ganz nah am Mono-Fluss und an der Grenze zu Togo, das zweitgrößte Behandlungs­zentrum für Aids und seine Co-Infektionen. 865 Patienten stehen dauerhaft unter antiretroviraler Therapie.

2015 war ein weiteres Jahr, das in die Geschichte des Projektes und der Gesundheitsversorgung der Menschen in dieser Region eingehen wird. Durch einen privaten Spender konnten zeitgleich eine digitale Röntgenanlage und ein Operationscontainer angeschafft werden. Somit wurde auch die operative Behandlung, insbesondere auch Kaiserschnittentbindungen möglich. Seitdem nimmt das Krankenhaus eine beeindruckende Entwicklung. Im Mai 2018 gab es 142 Geburten im Krankenhaus in Gohomey, 40 davon waren Kaiserschnitt-Entbindungen. Insgesamt gibt es monatlich ca. 60 Operationen in dem OP-Container (Allgemeinchirurgie/Traumatologie/orthopädische Chirurgie  und Gynäkologie) sowie ca. 130 Röntgenuntersuchungen pro Monat.

2016 wurde eine moderne Video-Endoskopie installiert. In diesem Jahr 2019 erfolgt die Eröffnung einer pädiatrischen Fachabteilung mit Neonatologie. Damit ist dann ein weiterer Schwerpunkt für dieses Krankenhaus in dieser Region gesetzt als Mutter-Kind-Behandlungszentrum.

Mit eigenem Blutspendedienst mittels mobiler Klinik sowie als staatlich autorisiertem Bluttrans­fusionsposten in diesem ländlichen Departement kommt dem Krankenhaus bereits seit Jahren eine gerade in der Malaria-Saison besonders Leben rettende Bedeutung zu. Aktuell werden ca. 1250 Blutkonserven / anno transfundiert. Eine augenärztliche Diagnostik wird mehrmals jährlich durch einen mobilen Augenarzt incl. Brillenversorgung auf der Basis der Ein-Dollarbrille angeboten. Eine Zahnarztpraxis ist auf dem Krankenhausgelände in Bau. Pro Jahr werden aktuell sicher 25.000 – 30.000 Menschen in der Region und bis in die Nachbarländer hinein (Togo und Nigeria) versorgt.

Ein bis zweimal jährlich gibt es neben der medizinischen Arbeit durch einheimisches Fachpersonal auch deutsche medizinische und technische Expertenteams – vornehmlich des Niederrheins – die vor Ort gemeinsam mit den einheimischen Kollegen arbeiten und das Zentrum weiter entwickeln.

Ab dem Herbst 2018 wird das Krankenhaus incl. der sozialen und sozialmedizinische Dienstleistungen 85 Mitarbeitende beschäftigen. Damit ist dieses Krankenhaus der zweitgrößte Arbeitgeber – nach einer Baumwollfabrik – in dieser Region.

Das gesamte Personal (incl. der dahinterstehenden sicher 5-7 köpfigen Familien) erhält nicht nur regelmäßig seine Lohnzahlungen, sondern auch eine kostenlose medizinische Versorgung.  Neben der medizinischen Versorgung der Menschen ist das Projekt damit auch ein Leuchtturm – gerade in unserer aktuellen Zeit und vor dem Hintergrund der Migrationsdebatten –  bzgl. der Schaffung von Perspektiven für Menschen in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara.

Wirtschaftlich betrachtet schafft das Zentrum inzwischen ein Autofinancement von mehr ca. 84 Prozent für die entscheidenden Kostenblöcke: Löhne der beninischen Mitarbeiter, Medikamente sowie medizinische Verbrauchsmaterialien. Das Krankenhaus ist gut integriert in die beninische Gesundheitspyramide und respektiert in seiner Leistung für die Menschen. Dies zeigt sich an einer klaren Bereitschaft des beninischen Gesundheitsministeriums zur Kostenpartizipation.

Um manche Versprechen der beninischen Regierung jedoch – wie die Realisierung einer ordentlichen, gepfla­sterten Zuwendung zum Krankenhaus – wartet die Aktion pro Humanität seit 1995. Doch die Beständigkeit generiert die Nachhaltigkeit eines solchen Projektes und so fordert die europäische Projektleitung in Gohomey dies immer und immer wieder ein bei der Regierung und seit dem letzten Jahr ist klar, dass auf kommunaler Ebene für den Straßenbau auch ein Budget bereit gestellt wurde.

Das Hospital in Gohomey ist Mitglied im Dachverband der privaten Krankenhäuser in Benin (AMCES).

Aufgrund eines hervorragenden Job-Angebotes muss nun die seit fast acht Jahren im Projekt so kompetent und effektiv arbeitende Projektleiterin unvorhergesehen zehn Monate eher aus ihrem Dienst ausscheiden. Eine reguläre Projektnachfolge ist über die Arbeitsgemeinschaft Entwick­lungs­hilfe (AGEH) in Köln für den 01. Juli 2019 beantragt.

Damit diese Situation des vorzeitigen Ausscheidens der amtierenden Projektleiterin nicht zu einer ernsten Bedrohung für Erfolg und Nachhaltigkeit dieses Krankenhauses wird, sucht die Aktion pro Humanität schnellstmöglich eine/n in Management sowie Controlling erfahrene/n Interims-Projektleiterin/Projektleiter. Französische Sprachkenntnisse sind in diesem frankophonen Land Westafrikas unabdingbar wichtig. Flug- und Unterbringungskosten können von der Stiftung ebenso übernommen wie eine entsprechende Versicherung für den Einsatz und eine Aufwands­entschä­digung. Ansonsten wird ein solches Engagement als zeitlich begrenztes, ehrenamtliches Engagement erbeten, da alle Team-Mitglieder in der Stiftung sowie im medizinisch-technischen Expertenteam ebenfalls ehrenamtlich arbeiten.

Kontakt: Stiftung Aktion pro Humanitaet,
Dr. Elke Kleuren-Schryvers, Friedenstr.32-34, 47623 Kevelaer.
Mail: aktion-pro.humanitaet@web.de

Einsatz Buschkrankenhaus

14 Mediziner, Krankenschwestern und Techniker haben sich auf den Weg gemacht.
Das Ziel: Benin, das Projekt der Aktion pro Humanität in Westafrika

 

Am Niederrhein. Heiß ist es jetzt in Benin. Schon am frühen Morgen rinnt den Niederrheinern der Schweiß in den Nacken – „dabei haben wir noch gar nichts getan“, seufzt der Mann für den schmerzlosen Schlaf, Anästhesist Dr. Wolfgang Paul. Nunja, gestern in Allerherrgottsfrühe haben sie sich auf den Weg gemacht: 14 Ärzte und Ärztinnen, Krankenschwestern, OP-Pfleger und Techniker vom ganzen Niederrhein. Das Ziel: das Dorf Gohomey mitten im westafrikanischen Busch, in Benin, Westafrika. Dort, wo die in Kevelaer ansässige „Aktion pro Humanität“ vor mehr als 20 Jahren eine Krankenstation baute, die inzwischen ein stolzes, großes und anerkanntes Krankenhaus geworden ist. Der  Auftrag des „Team Niederrhein“: Helfen. Ehrenamtlich.

Mehr als 50 Patienten haben die ärztlichen Kollegen in Benin für die Chirurgen vom Niederrhein ausgeguckt. Komplizierte Fälle, nicht oder schrecklich schief verheilte Knochenbrüche, Fußfehlstellungen, orthopädische Problemfälle. Dr. Johannes Kohler, viele Jahre Chefarzt am St. Josef Hospital in Xanten und inzwischen eigentlich im Ruhestand, führt das OP-Team. Dirk Henricy aus Wesel, leitender OP-Pfleger in Xanten, ist wieder dabei. Genauso wie Narkosedoktor Dr. Wolfgang Paul (St. Clemens-Hospital Geldern) und Intensivschwester Annemarie Pieper (Wesel/Xanten) – mehrfach waren sie schon in Benin und haben Tag- und Nachtschichten geschoben im Operations-Container.

Der erste Zahnarzt im Dorf

Neu in der Truppe und zum ersten Mal in Westafrika überhaupt: Dr. Noreen Vingerhofdt, Oberärztin am St. Willibrod-Spital Emmerich-Rees. „Ich bin total neugierig und freue mich auf die Erfahrung“, sagt die Unfallchirurgin. „Menschen begegnen, denen es ganz sicher nicht so gut geht wie uns und die unsere medizinische Hilfe bitternötig haben – das wird schon eine tolle Aufgabe.“

Da nicken zwei weitere „Newcomer“: Das Ärzteehepaar Klein aus Kevelaer. Sie praktische Ärztin, er Zahnarzt. Dr. Roland Klein hat vor Monaten schon zwei robuste Zahnarztstühle gestiftet, die per Container nach Benin transportiert wurden. In den nächsten Tagen wird er die in Einzelteile zerlegten Stühle zusammenbauen, hoffen, dass das zahnmedizinische Equipment, das in einem anderen Flieger von der „action medeor“ geschickt wurde, rechtzeitig im Busch ankommt, und dann wird er loslegen. Geplant ist, dass auch Patienten in den Dörfern besucht werden. „Wir freuen uns auf die Arbeit, auch wenn wir nicht wissen, was da auf uns zukommen wird“, so Dr. Angelika Klein. „Aber uns selbst geht es gut, dann können wir auch etwas abgeben, unsere Erfahrung, unsere Zeit, unseren Dienst, das ist völlig in Ordnung.“

Eine Kinderabteilung wird aufgebaut

Roland Klein wird der erste Zahndoktor sein, den die Menschen im westafrikanischen Busch zu sehen bekommen – ein Segen. Mit im Team sind  auch wieder die Fachleute für das „Innere“, Dr. Rüdiger Kerner, Internist und Chefarzt am Marienhospital Kevelaer, und Endoskopieschwester Hildegard Kleinen aus Goch. Mehr als 30 Patienten stehen auf der akuten Warteliste, die eine Magen- oder Darmspiegelung bekommen sollen – „Mal sehen, wie wir das alles schaffen“, so Dr. Kerner.  Das Team komplett machen die Piepers. Er Kinderarzt in Moers, sie Intensivschwester in Schermbeck. Im Krankenhaus der „Aktion pro Humanität“ wird dank der Einsatzbereitschaft der Familie Pieper nun eine Pädiatrie aufgebaut, eine Fachabteilung für die ganz kleinen Patienten.

Die ersten Patienten warten schon

Da gibt es viel zu tun für das Team Niederrhein. Das nicht nur seinen Urlaub opfert für die einwöchige Mission sondern sich auf ein eher unkomfortables Leben einstellen darf – manchmal gibt es fließendes Wasser, manchmal muss man sich das am Brunnen holen. Manchmal gibt es Strom, manchmal muss die Taschenlampe herhalten. Und es ist sehr heiß. Zum Glück ist der OP-Container, gespendet seinerzeit vom Klever Unternehmer Bernd Zevens, mit Notstromaggregaten und Klimaanlage ausgerüstet.

Am späten Nachmittag wird das Team in Gohomey eintreffen. Dann soll es gleich die ersten Sprechstunden geben – bloß keine Zeit verplempern. Schon seit gestern hocken Patienten vor den Untersuchungszimmern und warten. Geduldig. Dankbar.

Zum allerersten Mal – im Februar 2016 – so berichtete der Rektor der Wallfahrt und Pastor von St. Marien in Kevelaer Rolf Lohmann damals, reiste er in ein Entwicklungsland und dann gleich nach Westafrika, von dem man früher wegen der Malaria und allerlei anderer Gesundheitsgefahren sagte, es sei das Grab des weißen Mannes.

Doch das Team der Aktion pro Humanität war fröhlich auf dem Weg, voller Gottvertrauen und natürlich unter dem besonderen Schutz der Kevelaerer Gottesmutter, der Consolatrix afflictorum stehend. Eine Kopie ihres Gnadenbildes war mit im Gepäck, welches in den Bildstock, einen afrikanischen Lebensbaum, integriert werden sollte, um dann inmitten des APH-Hospitals in Gohomey in der kleinen, ganz zentralen Gnadenkapelle mitten unter den Kranken, ihren Familien und den Behandelnden, Mitarbeitenden und Pflegenden zu sein.

Segnen, segnen, segnen …. „Noch nie habe ich so viele Menschen in so kurzer Zeit gesegnet“, sagte Rolf Lohmann, strahlte und schwitzte. Das bleibt keinem erspart in der tropisch-feuchten Hitze Westafrikas.

Zu allen Menschen hatte er sofort einen herzlichen Kontakt. Die Kranken im Krankenhaus erbaten seinen Segen, die Waisenkinder und die Pflege-/Mütter und kleinen Kinder aus der Kinderkrippe empfingen strahlend seinen Segen ebenso wie die schwer behinderten Kinder im Orthopädie-Zentrum in Lokossa, die sich um ihn scharten und die psychisch kranken Menschen in einem kleinen Psychiatrie-Zentrum bei Dogbo.

Sehr beeindruckend war der Besuch im völlig überfüllten Gefängnis in Lokossa. Hier stand Pastor Rolf Lohmann einer Wand von Menschen gegenüber. Vor Kraft strotzenden, spürbar zu Gewalt bereiten Männern und einen Moment lang war nicht klar, wohin es gehen würde. Doch dann – an der Seite der Gefängnisdirektorin – die herzenswarme Begrüßung durch Rolf Lohmann, die guten Wünsche für das Leben eines jeden einzelnen Gefangenen und die ruhige, sehr empathische Frage an die Männer, ob sie gesegnet werden möchten. Das laute, fast tumultartige „oui“ wird niemand vergessen und auch diese Stille während des Segens an diesem Ort, an dem es sonst nur so wimmelt von Stimmengewirr.

Domkapitular und Rektor der Wallfahrt in Kevelaer, Pastor Rolf Lohmann wurde am 25. April in Münster von Bischof Dr. Felix Genn zum neuen Weihbischof am Niederrhein ernannt. Rolf Lohmann ist seit 2015 Kuratoriumsmitglied der Stiftung Aktion pro Humanität und ein wirklich überzeugter und überzeugender, engagierter Mitstreiter für die „Ohnmächtigen“ unserer Welt.

Wir gratulieren ihm sehr herzlich und mit uns tun das unsere Freunde in der Welt: Erzbischof Laurent Lompo ausdem Niger/Westafrika, unser gesamtes Projekt-Team in Gohomey in Benin/Westafrika, Father Firas in Aleppo/Syrien und das gesamte MOAS-Team auf dem Flüchtlingsrettungsschiff PHOENIX im Mittelmeer.

Wir wünschen Rolf Lohmann Kraft für den schweren Abschied hier. Die Menschen hier in Kevelaer sind sehr traurig, Tränen werden fließen. Für den Neubeginn in Xanten wünschen wir ihm Gottes stark machenden und inspirierenden Segen, der ihn begleite ebenso wie der tröstliche Zuspruch der Gottesmutter in schweren Stunden.

Berufen wurden ein engagierter und authentischer Kirchenmann und ein den Menschen empathisch begegnender „pasteur“ [Hirte]. Seine Bitte um unser aller Gebet für ihn auf seinem Weg erfüllen wir in Verbundenheit und von Herzen gern!

Wir alle vom Team der Aktion pro Humanität – sei es hier vor Ort oder in der Welt – wünschen uns sehr, dass Weihbischof Rolf Lohmann mit uns auf dem Weg bleiben kann, orientiert an Papst Franziskus´ Wahlspruch: „Vergesst die Armen nicht!“

Die Koffer sind gepackt, es kann losgehen. Morgen macht sich wieder eine Truppe Ehrenamtlicher der Aktion pro Humanität (APH) auf den Weg nach West-Afrika, nach Benin. Eines der großen Projektaufgaben in den kommenden Tagen: die intensive Schulung des afrikanischen Personals. Die kleine endoskopische Abteilung, die Dr. Rüdiger Kerner, Chefarzt am Kevelaerer Krankenhaus, mit seiner leitenden Endoskopieschwester Hildegard Kleinen im April im Hospital der APH aufgebaut hat, soll nun eigenständig ihre Arbeit aufnehmen. „Wir freuen uns sehr auf diesen Einsatz“, so Dr. Kerner. „Die Endoskopie ist ein wichtiger Meilenstein in der medizinischen Versorgung der Menschen in dieser ländlichen Region in Benin.“ Bislang müssen Patienten mehrere hundert Kilometer Anfahrt in Kauf nehmen, um mit Glück einen Termin zur Spiegelung des Magens oder auch des Darms bekommen zu können. Die Truppe um APH-Präsidentin Dr. Elke Kleuren-Schryvers erwartet ein Mammutprogramm, u.a. werden Hans-Gerd Janssen und Heinz-Peter Angenendt, die zum ersten Mal ins Projekt reisen, um sich um die vielfältigen Aufgaben kaufmännischer Verwaltung und Administration zu kümmern.

Zur Freude der APH werden derzeit die katholischen Kliniken im Kreis Kleve mit neuen Betten versorgt – die „ausgedienten“ Betten sind alle gut in Schuss – der einzige Makel: man kann sie nicht elektrisch verstellen – für das Hospital in Gohomey in Benin kein Problem. Und so freuen sich die Aktiven der APH, Anfang des Jahres vielleicht schon einen „Betten-Container“ nach Benin zu schicken zu können.

68. Journal der Aktion pro Humanität

Die Vision einer gerechteren, menschenwürdigeren Welt und der Beweis der Realisierbarkeit …… diese Vision, diese Perspektive wird ein Stück weit realisierbar, wenn viele Menschen guten Willens an vielen Orten der Welt an einem Strang ziehen.
So wie es unsere Spender und unser APH-Team in Deutschland und Benin und auch unsere Partner im Niger nun schon seit 20 Jahren mit uns gemeinsam tun.
Und so, wie auch jetzt im November wieder, als sich ein 10-köpfiges Team vom Niederrhein auf den Weg machte: Alle waren unterwegs mit eben einer solchen Vision, einer Überzeugung. Und dann lässt sich wirklich – auch für mich immer wieder aufs Neue wunderbar erfahrbar – Beeindruckendes bewegen und erleben.
Deswegen bin ich überzeugt vom Prinzip „Barmherzigkeit“ – diesem auf viele Menschen unserer Zeit so antiquiert wirkenden „Begriff“, der von Papst Franziskus mit neuem Leben gefüllt wird. Es ist der einzige Weg, der unsere Welt gerechter und menschenwürdiger machen kann. Es steckt das Wort „Herz“ an zentraler Stelle in diesem Wort. Nicht Profit, nicht Gewinnmaximierung, nicht Macht, nicht Anspruch oder Eigeninteresse.

Ihre Elke Kleuren Schryvers