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Zum allerersten Mal – im Februar 2016 – so berichtete der Rektor der Wallfahrt und Pastor von St. Marien in Kevelaer Rolf Lohmann damals, reiste er in ein Entwicklungsland und dann gleich nach Westafrika, von dem man früher wegen der Malaria und allerlei anderer Gesundheitsgefahren sagte, es sei das Grab des weißen Mannes.

Doch das Team der Aktion pro Humanität war fröhlich auf dem Weg, voller Gottvertrauen und natürlich unter dem besonderen Schutz der Kevelaerer Gottesmutter, der Consolatrix afflictorum stehend. Eine Kopie ihres Gnadenbildes war mit im Gepäck, welches in den Bildstock, einen afrikanischen Lebensbaum, integriert werden sollte, um dann inmitten des APH-Hospitals in Gohomey in der kleinen, ganz zentralen Gnadenkapelle mitten unter den Kranken, ihren Familien und den Behandelnden, Mitarbeitenden und Pflegenden zu sein.

Segnen, segnen, segnen …. „Noch nie habe ich so viele Menschen in so kurzer Zeit gesegnet“, sagte Rolf Lohmann, strahlte und schwitzte. Das bleibt keinem erspart in der tropisch-feuchten Hitze Westafrikas.

Zu allen Menschen hatte er sofort einen herzlichen Kontakt. Die Kranken im Krankenhaus erbaten seinen Segen, die Waisenkinder und die Pflege-/Mütter und kleinen Kinder aus der Kinderkrippe empfingen strahlend seinen Segen ebenso wie die schwer behinderten Kinder im Orthopädie-Zentrum in Lokossa, die sich um ihn scharten und die psychisch kranken Menschen in einem kleinen Psychiatrie-Zentrum bei Dogbo.

Sehr beeindruckend war der Besuch im völlig überfüllten Gefängnis in Lokossa. Hier stand Pastor Rolf Lohmann einer Wand von Menschen gegenüber. Vor Kraft strotzenden, spürbar zu Gewalt bereiten Männern und einen Moment lang war nicht klar, wohin es gehen würde. Doch dann – an der Seite der Gefängnisdirektorin – die herzenswarme Begrüßung durch Rolf Lohmann, die guten Wünsche für das Leben eines jeden einzelnen Gefangenen und die ruhige, sehr empathische Frage an die Männer, ob sie gesegnet werden möchten. Das laute, fast tumultartige „oui“ wird niemand vergessen und auch diese Stille während des Segens an diesem Ort, an dem es sonst nur so wimmelt von Stimmengewirr.

Domkapitular und Rektor der Wallfahrt in Kevelaer, Pastor Rolf Lohmann wurde am 25. April in Münster von Bischof Dr. Felix Genn zum neuen Weihbischof am Niederrhein ernannt. Rolf Lohmann ist seit 2015 Kuratoriumsmitglied der Stiftung Aktion pro Humanität und ein wirklich überzeugter und überzeugender, engagierter Mitstreiter für die „Ohnmächtigen“ unserer Welt.

Wir gratulieren ihm sehr herzlich und mit uns tun das unsere Freunde in der Welt: Erzbischof Laurent Lompo ausdem Niger/Westafrika, unser gesamtes Projekt-Team in Gohomey in Benin/Westafrika, Father Firas in Aleppo/Syrien und das gesamte MOAS-Team auf dem Flüchtlingsrettungsschiff PHOENIX im Mittelmeer.

Wir wünschen Rolf Lohmann Kraft für den schweren Abschied hier. Die Menschen hier in Kevelaer sind sehr traurig, Tränen werden fließen. Für den Neubeginn in Xanten wünschen wir ihm Gottes stark machenden und inspirierenden Segen, der ihn begleite ebenso wie der tröstliche Zuspruch der Gottesmutter in schweren Stunden.

Berufen wurden ein engagierter und authentischer Kirchenmann und ein den Menschen empathisch begegnender „pasteur“ [Hirte]. Seine Bitte um unser aller Gebet für ihn auf seinem Weg erfüllen wir in Verbundenheit und von Herzen gern!

Wir alle vom Team der Aktion pro Humanität – sei es hier vor Ort oder in der Welt – wünschen uns sehr, dass Weihbischof Rolf Lohmann mit uns auf dem Weg bleiben kann, orientiert an Papst Franziskus´ Wahlspruch: „Vergesst die Armen nicht!“

Kevelaerer Friedensgebet im Advent für Syrien und die Welt im Krieg
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Ein Lichtermeer für Aleppo

Termin:
Nächstes Gebet am Montag, 05. 12. 2016 um 19.30 Uhr an der Friedenslichtstele vor dem Forum Pax Christi

friedenslicht-kerzeAblauf:

Begrüßung aller Betenden, Begrüßung der syrischen Geschwister und Dank für Ihr Kommen und für Ihr Gebet. Danke an Angela Krumpen für die Unterstützung dieser Aktion ….

Wechselnder Beginn mit einem Friedensgebet:

Seulement la prière – nur das Gebet wird uns helfen, so sagte es die Mutter von Mohab, Sana und Hala am Telefon in diesen letzten Tagen.

Weihbischof Ansgar Puff aus Köln wies am letzten Freitag, als er auf die Aktion ein Lichtermeer für Aleppo und das Kevelaerer Friedensgebet aufmerksam machte auf Reinhold Schneider hin, der 1931 im Alter von 33 Jahren folgendes Gedicht schrieb:

“Allein dem  Betern kann es noch gelingen, das Schwert ob unseren Häuptern aufzuhalten“ ….
Wenn nicht das Kriegsende ihn gerettet hätte, wäre ihm wohl auch nur das Schicksal auch eines Dietrich Bonhoeffer geblieben.

Weihbischof Dr. Stefan Zekorn aus Münster/Weltkirche-Referat schreibt uns als Grußbotschaft zum heutigen Abend: Jean Abdo Arbach ist griechisch-katholischer Bischof von Homs in Syrien. Bei einer für sehr beeindruckenden Begegnung mit ihm habe ich ihn gefragt, was ihm und den anderen Christen hilft, in der Hölle des Krieges zu überleben. Er sagte: „Der Glaube, das Gebet und der gemeinsame Gottesdienst – auch wenn dabei die Bomben in Hörweite einschlagen.“

Aber die Moral in Ost-Aleppo sei immer noch hoch, erklärt Yusuf, der junge Architekt in Ost-Aleppo, der mit seiner Frau immer noch in diesem Stadtteil wohnt.

Was ist die Basis dieser bewundernswerten Gesinnung inmitten des infernalischen und diabolischen Mordens ohne jegliche Restfaser von Humanität?

Gesamtdokument zum Friedensgebet am 05.12.16

 

Schiff-der-HoffnungKevelaer. Im Gedanken an das Schicksal von vielen tausend Flüchtlingen im Mittelmeer haben Firmen und soziale Einrichtungen für den Bau einer symbolträchtigen Piroge zusammengearbeitet. Eine Basilikastunde zum Thema ist für den 12. August geplant. Näheres dann auch hier auf unserer Homepage.

Hier der Bericht von Christoph Kellerbach aus der rp-online