Im Niger

Im ärmsten Land der Welt beträgt das Pro-Kopf-Einkommen immer noch weniger als ein Euro pro Tag. 2016 ist der Niger im Armuts-Ranking wieder abgerutscht und immer noch das ärmste Land der Welt. Wassermangel, fehlende schulische Ausbildung und medizinische Unterversorgung ist allgegenwärtig. Gerade die Ernährungssituation ist in der Trockenzeit bei vielen Menschen des Landes sehr kritisch.

Hinzu kommen – saisonal bedingt bei zunehmender Hitze, gepaart mit starken staubigem Wind – Meninigitis-Wellen, die von Burkina Faso aus auf das Land Niger übergreifen. Die Meningitis trifft vor allem die bereits unterversorgten Kinder sehr schwer, in vielen Fällen tödlich. Zwar finden staatliche Impf-Kampagnen statt, aber viele Menschen bleiben ungeimpft, weil die Impfstoffmengen und Logistik unzureichend sind.

Die APH unterstützt die Bistümer Niamey und Maradi und hat mit der Caritas im Niger einen hervorragenden, kompetenten und dynamischen Kooperationspartner gefunden. Der heutige Erzbischof der Diözese, Laurent Lompo, hilft mit all seiner persönlichen Kraft und großem Engagement – und zwar religionsübergreifend.

Die drei wichtigsten Einsatzfelder von APH liegen in der Unterstützung bei den eklatantesten Probleme der Menschen: Durst, Hunger und gesundheitliche Unter-Versorgung.

Durch eine verbesserte medizinische Basis­versorgung, Verbesserung der Ernährungs- und Einkommenssituation der Menschen in der ländlichen Region Makalondi sowie durch die Erweiterung eines verbesserten Schulangebotes auch auf dem Land durch den Bau der Missionsschulen, welche – anders als die kleinen Koranschulen – ein international standardisiertes Bildungsangebot für die Kinder und jungen Menschen bieten können.  Alle Maßnahmen greifen mehrheitlich seit 2005 nach gemeinsamer Überlegung mit dem heutigen Erzbischof der Diözese, Laurent Lompo und CADEV Niger (Caritas) in der Region Makalondi. Dies zeigt für die Menschen am nachhaltigsten Entwicklungseffekte und Fortschritte auf (Senkung von Kindersterblichkeit, Kampf gegen Hunger und Armut, mehr wirtschaftliche Unabhängigkeit durch Mikrokreditprojekte, landwirtschaftliche Projektentwicklung etc.).