Medizinische Basisversorgung

Zur medizinischen Basisversorgung trägt die APH vor allem auf Anfrage aus beiden Bistümern dann bei, wenn Mangelsituationen für bestimmte Medikamente im Land bestehen oder wenn es um besondere Bedürfnisse geht. So wurde beispielsweise im Jahre 2006 das Renutritions-Zentrum (Ernährungszentrum) der Schwestern vom Orden der Barmherzigkeit (Mutter Theresa) mit einer Medikamentenspende unterstützt.

Im Jahre 2007 bat Bischof Michel anlässlich seines Besuches in Kevelaer um Medikamentenhilfe zur Versorgung der Gefängnisse, in denen die Lage für die zumeist noch gar nicht verurteilten Insassen desolat ist. Diese Medikamenten­hilfe im Werte von mehreren tausend Euro wurde Ende 2007 ausgeliefert.

Im Februar 2008 baten die Schwestern vom Orden Mutter Theresas neuerlich um Medikamentenhilfe in Form von Multivitamin-Zusätzen für die Zubereitung der Trockenmilchnahrung bei der jetzt täglich zunehmenden Anzahl mangel- und unterernährter Kinder in den Ernährungsstationen, auch diese Hilfe wurde geleistet.

Geplant ist, dass APH in der Region Makalondi (Diözese Niamey) auch beim Aufbau einer besseren medizinischen Basisversorgung hilft. Sehr engagierte Ordensschwestern betreiben dort einen sehr einfachen ambulanten „Krankendienst“ für die Bevölkerung. So die Spendenmittel dies erlauben, könnte er Stück für Stück ausgeweitet werden.

Eine staatliche Krankenstation – in desolatem Zustand – in Makalondi, könnte in 2011 reanimiert werden. Voraussetzung ist, dass Ordensschwestern, Cadev-Mitarbeiter, zuständige Priester – also die kirchlichen Vertreter mit den staatlichen Helfern wie Krankenpfleger und Hebamme zusammenarbeiten dürfen. Dieses Verfahren hat sich beim Einsatz des Ambulanzfahrzeuges hervorragend bewährt. In der zweiten Diözese des Landes Maradi wurde die Finanzierung eines Krankenhauslabor ermöglicht.

Ein weiteres Einsatzfahrzeuges zur Aufnahme einer Krankenseelsorge soll bereitgestellt werden. Erzbischof Michel hat um die Einrichtung einer seelsorgerischen Möglichkeit gebeten.