Aids Projektarbeit

Aids-AufklaerungsgruppeAnfangs war nicht klar, dass die medizinische Arbeit entscheidend von AIDS-Erkrankungen geprägt sein würde. Denn Niemandem war bekannt, dass das Centre Médical Gohomey in einem der Hochrisikogebiete für die Aidsübertragung in Benin liegt. Die Region Couffou ist eines der sogenannten „HIV-Epizentren“ in Benin.

Mit ihren Aufklärungs-Kampagnen konnte APH bisher mehr als 30.000 Menschen erreichen. Durch Aufklärungsmaßnahmen in Schulen, mit Selbsthilfegruppen, durch Einzel- und Gruppenberatungen am CMG kommen viele Tausend Menschen hinzu. Die beninische Regierung gesteht inzwischen bedenkliche Entwicklungen in den Regionen zu. Auch in den Nachbarländern steigen die gemeldeten Aids-Infizierten-Zahlen.

Die soziale, medizinische und individuell beratende Projektarbeit der APH wird mehr und mehr akzeptiert. Entscheidend dazu beigetragen hat neben der Nachhaltigkeit der Arbeit der APH die Tatsache, dass die Hilfe nicht nur auf Tests und Aufklärung beschränkt ist, sondern mittlerweile auch konkrete Behandlungen der Infizierten möglich sind.

AidsMit Stolz kann APH Anfang 2015 verkünden, dass über 800 Aids-Patienten im medizinischen Controlling befinden, ca. 400 davon stehen bereits unter antiretrovirlaer Therapie. Gut qualifiziertes Personal und Medikamente stehen zur Verfügung. 2004 wurde nach langem Kampf die erforderliche staatliche Erlaubnis für die Behandlung erstritten.

Dies ist ein guter Anfang, reicht jedoch bei weitem nicht aus für eine flächendeckende AIDS-Bekämpfung. Aus Sicht von APH benötigen fünf- bis zehnmal so viele Menschen eine Behandlung. Vor allen unter dem Aspekt, dass neuere Forschungen Hoffnung machen, dass mit einer konsequenten Aids-Therapie der Kranke in die Lage versetzt wird, ein fast normales Leben zu führen; außerdem werden die Viren derart eingedämmt, dass lediglich eine geringe Ansteckungsgefahr besteht.