Einzelaufklärung

_aufkl_rungsgespr_ch0Heute kommen die Kranken von sich aus in unser Krankenhaus (CMG). Zehn speziell ausgebildete APH–Mitarbeiter stehen – im Rotationsverfahren – immer für die Patientengespräche zur Verfügung. Jedem Patient wird viel Zeit für ein Gespräch gewidmet, um Ängste und Vorbehalte zu mindern, Wege in ein lebenswertes Leben mit „SIDA“ aufzuzeigen. Monatlich können auf diese Weise zwischen 200 und 250 Patienten erreicht werden.

Ein Aidstest wird durch einen Bluttest und im positiven Resultatsfalle mit Bestimmung der CD4-Zellen durchgeführt. Je nach Immunstatus schließt sich entweder eine Tritherapie an oder – sobald die Zellenlast noch über 200 liegt -, wird der Patient angehalten, regelmäßig zu erscheinen, um eine regelmäßige Kontrolle seiner gesundheitlichen Situation zu gewährleisten. Gegebenenfalls erfolgt eine Behandlung von weiteren Erkrankungen wie z.B. Malaria, die ja auch das Immunsystem schwächen würden, sowie anderer Begleiterkrankungen. Sobald die CD4-Zellen-Anzahl unter 200 sinkt, wird der Patient in die Tritherapie und die Aidsgruppe aufgenommen.

2007 konnten 2.000 Testungen durchgeführt werden. Trotz Aufklärung wird im CMG immer noch eine Infiziertenrate von 16 % ermittelt. Eine der grundlegenden Aufgaben des CMG ist es, den Aufklärungs-Service jeden Tag anzubieten, um für Kranke immer als Ansprechpartner und Anlaufstelle zur Verfügung zu stehen.

Die Tritherapie verzeichnet trotz der Tatsache, dass heute leider noch keine umfassende Heilungsmöglichkeit besteht, eine sehr den Patienten mit seiner Erkrankung sehr gut stabilisierende Wirkung. Der Patient wird wieder in die Lage versetzt, seine Arbeit aufzunehmen und für seine Kinder zu sorgen. Kurz: Er kann ein fast „normales“ Leben führen. Selbst der hohe Übertragungsfaktor kann auf ein Minimum reduziert werden.