Gruppenaufklärung

Anfangs betrieb APH AIDS–Aufklärung in enger Zusammenarbeit mit der Bevölkerung. Da die Region eine hohe Analphabetenrate aufweist, sind Broschüren, Zeitungen oder Flugblätter für eine Aufklärung unwirksam. Um viele Menschen zu erreichen, ging APH in die Dörfer. Die Aufklärung wurde mit traditionellen Trommlern, Tänzern und Storytellern durchgeführt. Dabei wird über die Gefahren, Übertragung, Ansteckungs-Möglichkeiten, aber auch über eine unverzichtbare Vorsorge aufgeklärt. Für diese Aufklärungskampagnen in den Dörfern wurde medizinisches Personal geschult. Externe „Aids-Komitees“ in den Dörfern wurden zu Aids-Fall-Meldern und Helfern ausgebildet.

Weitere Gruppenaufklärungs-Kampagnen finden heute im Rahmen der Frauengruppen-Arbeit statt. In Vorbereitung auf die Entbindung finden sich schwangere Frauen im CMG zusammen. Der Sozialarbeiter klärt über die Risiken und Gefahren von SIDA – den beninischen Begriff für Aids – auf, informiert über Auswirkungen auf ihr Kind und den Umgang mit der Krankheit für Mutter und Kind.

Schwangere – HIV-positive Frauen – werden heute mittels Tritherapie auf die Entbindung vorbereitetund in die medikamentöse Therapie aufgenommen. Dies ist heute deutlich effektiver als der alleinige Mutter-Kind-Transmissionsschutz mit Neviraphine.