Ablehnung der Adoption

Im Zusammenhang mit dem umfangreichen Projektansatz der Hilfe für Kinder wurde APH bereits mehrfach mit der Frage nach der Möglichkeit von Adoptionen konfrontiert. Im Einklang mit der Regierung Benins und anderen seriösen Hilfsorganisationen lehnt APH derartige Ansinnen grundsätzlich und ausnahmslos ab.

Die der APH anvertrauten Waisenkinder sollen die bestmögliche Versorgung und Förderung im eigenen Land bis zu ihrer Volljährigkeit erhalten. Sie sollen in ihrem Land – unter dem Schutz und an der Hand der APH – leben und aufwachsen können, ihr Land und ihre Traditionen kennen lernen und ihre natürliche Entwicklung erleben können.

APH ist überzeugt, den ihr anvertrauten Kindern in medizinischer und sozialer Hinsicht sowie mit ihren Bildungs- und Ausbildungsangeboten eine gute Zukunftsperspektive bieten zu können. Etwaige Vorteile, die sich durch eine Adoption ins Ausland ergeben könnten, werden nach Auffassung von APH mehr als kompensiert durch den Nachteil, sich als ohnehin problembelastetes Kind in ein völlig neues kulturelles, sprachliches und soziales Umfeld einleben zu müssen.

Es ist darüber hinaus ein ebenso grundsätzliches wie natürliches Anliegen von APH, dem in Benin noch nach wie vor verbreiteten, kommerziellen Kinderhandel entgegenzutreten und von vorneherein auf allen Seiten jeglichen Gedanken daran zu unterbinden.