Updatemeldung von CAP ANAMUR aus Mosambik

Liebe Freunde und Unterstützer der Aktion pro Humanität,

wir haben seitens unseres Partners Cap Anamur / Deutsche Not-Ärzte e.V.neue Information aus Mosambik erhalten!

Katastrophe aus Wind und Wasser
Nothilfe nach Zyklon „Idai“

Naturkatastrophe mit furchtbaren Folgen
Bevor der Zyklon „Idai“ über Mosambik zog und eine Schneise von Leid und Zerstörung hinterließ, war das Krankenhaus in Buzi, etwa zwei bis drei Stunden mit dem Auto von der großen Hafenstadt Beira entfernt, in einem zweckmäßigen Zustand. Es gab eine funktionierende Notaufnahme, eine Entbindungsstation, eine Pädiatrie, einen Operationsraum, ein kleines Labor und Betten für insgesamt 80 Patienten. Es war immer viel los, im kleinen Krankenhaus. Bis zu 300 Patienten kamen täglich in die Sprechstunden und ließen sich hier durchchecken. Doch dann kam Idai.
Mit einer Windgeschwindigkeit von teilweise 160 Stundenkilometern fegte der Tropensturm über das Land und hinterließ ein furchtbares Feld der Verwüstung. Menschen verloren ihr Leben, Häuser wurden einfach weggeweht und viele Krankenhäuser und Schulen fielen komplett zusammen.
Auch das Krankenhaus in Buzi wurde hart getroffen und schwer beschädigt. Das Dach wurde zu großen Teilen weggerissen oder von umherfliegenden Gegenständen eingedrückt, die meisten Stationen waren nicht mehr nutzbar, die Elektrizität funktionierte nicht mehr, die Wasserversorgung war komplett zerstört worden und nur noch wenige Betten waren in einem nutzbaren Zustand.

Einsatz für das Cap Anamur-Notfallteam
Nur zwei Tage nach dem verheerenden Sturm, machte sich das Cap Anamur-Notfallteam auf den Weg. In Beira, der besonders stark zerstörten Hafenstadt in Mosambik mit etwa 500.000 Einwohnern, trafen sie den Logistiker Michael Schlüssel, der für Cap Anamur bereits einige Projekte in die Wege geleitet hatte, bevor er Afrika dann vor einigen Jahren zu seiner Wahlheimat erklärt hatte. Ausgerechnet in Mosambik hatte er sich niedergelassen.

Sofort brach das Team auf, um sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen. Die 500.000 Einwohner Stadt war vom Zyklon ganz besonders schwer getroffen worden und tagelang komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Auf der Tour waren selbst unsere erfahrenen Mitarbeiter geschockt: Das Leid der Menschen war enorm. Viele der Gebiete standen auch viele Tage später noch immer komplett unter Wasser.
Das Team begann die Nothilfe mit der akuten medizinischen Versorgung in der Hafenstadt Beira und der Restaurierung der Brunnen. Sollte die Stadt langfristig ohne sauberes Wasser bleiben, könnten sich zusätzlich zu der Zerstörung durch das verunreinigte Wasser Krankheiten und Epidemien wie Cholera ausbreiten, was es dringend zu verhindern gilt.

Aufbauarbeiten am Krankenhaus
Aktuell behandelt das Cap Anamur-Team vor Ort die ersten Patienten provisorisch in Zelten. Die ersten Maßnahmen, die im Krankenhaus in Buzi umgesetzt werden müssten, wären demnach Aufräum- und Renovierungsmaßnahmen. Vor allem der Operationssaal, der bis auf die Grundmauern zerstört wurde, hätte dabei Priorität. Im Anschluss würden die Notaufnahme und die Intensivstation renoviert und das Dach ausgebessert werden. Cap Anamur würde sich außerdem um die Versorgung mit den wichtigsten Medikamenten sowie einen funktionierenden Anschluss an sauberes Wasser kümmern. Die Entsendung von erfahrenen medizinischen und technischen Mitarbeitern ist dafür Voraussetzung.

Wir bedanken uns für Ihre Hilfe, durch die es uns möglich ist das Team von CAP ANAMUR finanziell zu unterstützen.
Das Team vor Ort kann so für die Menschen in medizinischen und humanitären Nöten da sein und der Beginn des Wiederaufbaus kann starten.